Kapitel 6   Drucken

Ein altes Sprichwort besagt ungefähr folgendes: »Computer sind im Vergleich zu Druckern einfach, zuverlässig und bedienungsfreundlich«. Zu den unangenehmsten Aufgaben eines Systemadministrators gehört die Druckerverwaltung und es spielt keine Rolle, ob es sich um Windows 2000, UNIX oder ein anderes Betriebssystem handelt. Die Schnittstelle zwischen Computern und Druckern war schon immer ziemlich jämmerlich und Drucker sind mit so vielen beweglichen Teilen ausgestattet, dass sie sogar noch unzuverlässiger sind als die billigste Workstation. Das Ziel dieses Kapitels ist es, Ihnen ein Verständnis für das Drucksystem von Windows 2000 zu vermitteln, sodass Sie die Drucker in Ihrem Netzwerk leichter installieren und verwalten sowie Probleme behandeln können. Hier ein kurzer Überblick über das, was Sie in diesem Kapitel erwartet:

Je schneller Sie anfangen, desto schneller ist dieses unangenehme Thema vom Tisch. Werfen wir nun also zuerst einen kurzen Blick auf die Druckkonzepte.

6.1 Druckkonzepte

Windows 2000 verwendet dasselbe Druckertreiber-Setup wie Windows NT 4.0 und integriert Windows 95 und Windows 98 sehr gut. Beim Druckkonzept von Windows 2000 arbeitet eine Anwendung im Wesentlichen mit den Druckertreibern zusammen, um einen Strom von Druckbefehlen zu erzeugen, die an den Drucker gesendet werden. Anschließend muss der Drucker diese Befehle entschlüsseln und zu Papier bringen. Um besser zu verstehen, wie dies alles funktioniert, wird nun kurz die Arbeitsweise von Druckern beschrieben. Als Nächstes wird die Welt der Schriftarten kurz erläutert. Anschließend wird die Funktionsweise von Druckertreibern dargestellt und zum Schluss die Kommunikation mit Druckern. Außerdem wird ein Druckauftrag vom Anfang bis zum Ende verfolgt um festzustellen, wie die einzelnen Teile ineinander greifen.

6.1.1 Drucker

Es gibt drei Arten von Druckern. Die Zeilendrucker sind heutzutage sehr selten. Sie drucken eine komplette Zeile auf einmal. Sie werden insbesondere im Großrechner- und Minicomputerbereich eingesetzt. Beim zweiten Druckertyp, dem Zeichendrucker, erfolgt der Ausdruck Zeichen für Zeichen, wie z.B. bei manchen Matrixdruckern oder Typenraddruckern. Der Ausdruck ist sehr langsam. Die Druckqualität ist gemessen an modernen Standards ziemlich dürftig. Sowohl Zeilen- als auch Zeichendrucker sind fast vollständig auf den Ausdruck von Text beschränkt und die Qualität des Ausdrucks von Grafiken ist sogar noch schlechter als die von Text.

Seitendrucker wie Laserdrucker, manche Matrixdrucker, LED-Drucker und viele Tintenstrahldrucker benutzen eine ganz andere Technik. Sie legen eine gesamte Seite im Druckerspeicher ab und drucken diese auf einmal. Seitendrucker zeichnen sich beim Ausdruck von Grafiken und Text aus und beherrschen sogar den Vierfarbdruck. Seitendrucker sind momentan der Standard beim Drucken. Viele der preisgünstigeren Tintenstrahldrucker sind zwar eigentlich Zeilendrucker, sie benutzen jedoch aufwändige Treiber, durch die sie sich wie ein Seitendrucker verhalten. Diese Tintenstrahldrucker bieten scharfe Farben und einen qualitativ hochwertigen Ausdruck, sind aber in der Regel langsamer als Laserdrucker.

Seitendrucker sind insofern eingeschränkt, als sie nur eine feste Seitengröße bedrucken können. Die Drucker eignen sich zwar hervorragend für den Ausdruck auf DIN A4-Seiten. Um jedoch größere Formate zu bedrucken, wird ein Plotter benötigt. Plotter werden normalerweise bei Ingenieurs- und Marketinganwendungen eingesetzt. Ingenieure drucken häufig großformatige Zeichnungen aus und im Marketing werden Plotter eingesetzt, um größere Schilder oder Plakate auszudrucken.

Es gibt zahlreiche Druckersprachen. Sie beschreiben, wie Text und Grafik auf einer Seite positioniert werden. Am häufigsten werden die Sprachen HPGL (Hewlett-Packard Graphics Language) und PostScript von Adobe eingesetzt. Die Treiber erstellen eigentlich kleine Druckersteuerungsprogramme, die an den Drucker gesendet und von ihm ausgeführt werden. PostScript ist von diesen beiden Sprachen die umfangreichere und zeichnet sich bei der Behandlung von geometrischen Formen und beim Vierfarbdruck mit hoher Genauigkeit aus. Die meisten High-End-Drucker sind PostScript-Drucker und PostScript ist auch die bevorzugte Druckersprache für den Apple Macintosh. Deshalb sehen Ausdrucke über den Mac in der Regel am besten auf PostScript-Druckern aus. Seitendrucker und Plotter benutzen dieselbe Druckersprache für das Seitenlayout.

Weil Seitendrucker und Plotter kleine Programme ausführen, benötigen sie einen Hauptspeicher. Die Größe des Speichers, mit dem ein Drucker ausgestattet ist, beeinflusst die Menge der Grafiken und die Anzahl der Schriftarten, die ein Drucker behandeln kann. Ältere Drucker sind in der Regel mit 1 bis 2 Mbyte RAM ausgestattet, neuere Drucker mit erheblich mehr.

Hier noch ein paar logistische Hinweise zum Thema Drucken, die für Neulinge hilfreich sein könnten. Drucker benötigen Tintenpatronen oder Tonerkassetten und Papier. Sie sollten mindestens zwei Ersatzpatronensätze oder -kassetten auf Lager haben, um die alten ersetzen zu können, wenn sie nicht mehr funktionieren oder leer sind. Der Grund dafür ist offensichtlich: der Toner ist in der Regel genau dann leer, wenn etwas sehr Wichtiges ausgedruckt werden muss. Wenn nur eine Ersatztonerkassette vorhanden ist, ist diese bestimmt defekt. Sie sollten auch ausprobieren, was passiert, wenn der Drucker plötzlich ausgeschaltet wird. Dies kommt häufig vor, wenn ein Benutzer versehentlich etwas ausdruckt und glaubt, dass er das Problem lösen kann, indem er den Drucker ausschaltet. Es kann Ihnen sehr viel Zeit sparen zu wissen, wo das Papier stecken bleibt, wenn der Drucker einfach ausgeschaltet wird.

6.1.2 Schriftarten

Schriftarten legen fest, wie der Text auf der Seite aussieht. Eine Schriftart kann entweder als Druckerschriftart im Drucker vorhanden sein, oder sie wird in den Drucker geladen. Druckerschriftarten können entweder in den Drucker integriert oder über eine Schriftartkassette geladen werden. Wenn Windows 2000 einen Druckauftrag sendet, muss Windows wissen, über welche Schriftarten der Drucker bereits verfügt und welche erst an den Drucker gesendet werden müssen.

Schriftarten gibt es in zwei Ausführungen: mit fester und mit variabler Breite. Bei einer Schriftart mit fester Breite haben alle Buchstaben dieselbe Breite. Der Buchstabe »l« beansprucht also genau gleich viel Platz wie der Buchstabe »W«. Schriftarten mit fester Breite werden in Anwendungen verwendet, in denen die Zeichen innerhalb einer Spalte genau untereinander stehen müssen. Ein Beispiel für eine Schriftart mit fester Breite ist Courier. Schriftarten mit variabler Breite sehen besser und natürlicher aus und sind im normalen Text auch leichter lesbar. Bei diesen Schriftarten beansprucht das Zeichen »W« mehr Platz als das Zeichen »l«.

Schriftarten haben auch verschiedene Attribute wie die Strichstärke, die Schriftneigung und das Attribut »unterstrichen«. Die Strichstärke kann normal, halbfett oder fett sein und die Schriftneigung ist entweder normal oder kursiv. Das Attribut »unterstrichen« kann entweder aktiviert oder deaktiviert sein.

Es gibt zwei Möglichkeiten, um Schriftarten zu speichern. Bei Rasterschriftarten werden Bilder der einzelnen Buchstaben gespeichert - in der Regel gibt es mehrere Bilder jedes Buchstabens in unterschiedlichen Größen, Schriftneigungen und Strichstärken. Rasterschriftarten haben normalerweise die Erweiterung .fon und beanspruchen mehr Speicherplatz als Vektorschriftarten. Bei Vektor-schriftarten wird jedes Zeichen nur einmal gespeichert und zwar so, dass sich das Zeichen von einer sehr kleinen bis zu einer sehr großen Größe leicht skalieren lässt. Die Buchstaben werden nicht als Bilder gespeichert, sondern als Vektorbeschreibungen. Um einen Buchstaben zu vergrößern, muss er nur auf die passende Größe skaliert werden. Vektorschriftarten lassen sich leichter skalieren und sehen in großen Schriftgrößen besser aus als Rasterschriftarten. Die Anzeige und der Ausdruck beanspruchen jedoch eine höhere Verarbeitungsleistung als bei Rasterschriftarten. Bei einer Vektorschriftart wird für den Buchstaben »I« z.B. die Information gespeichert, dass er aus zwei horizontalen Strichen der Länge 2 und einem vertikal zentrierten Strich der Länge 4 besteht. Um diesen Buchstaben zu vergrößern, müssen die Schriftinformationen einfach nur mit einem bestimmten Faktor multipliziert werden. Deshalb bleiben auch die Proportionen erhalten und der Buchstabe sieht immer korrekt aus.

Wenn Schriftarten in den Drucker geladen werden, stammen sie von dem Computer, auf dem gedruckt wird, und nicht vom Server. Aus diesem Grund nützt es nicht viel, auf dem Server zusätzliche Schriftarten zu installieren. Dadurch wird nur das Server-Setup komplexer.

6.1.3 Druckertreiber

Windows 2000 und auch alle anderen Windows-Betriebssysteme benutzen das Konzept der »Minitreiber«, um Gerätetreiber einzurichten. Das Betriebssystem stellt dabei Anwendungen zur Verfügung, die über die grundlegenden Informationen zur Kommunikation mit verschiedenen Arten von Geräten verfügen. Sie benötigen einen Druckertreiber, um spezielle Funktionen implementieren und die gewünschten Operationen ausführen zu können. Es handelt sich also um ein Schichtenmodell. Eine Anwendung muss nur wissen, wie Daten an den Standarddrucker eines Betriebssystems gesendet werden. Der Gerätetreiber ist dann dafür zuständig, die Daten und Anweisungen des Betriebssystems für den Ausdruck vorzubereiten. Der Gerätetreiber muss nichts über die verwendete Anwendung wissen und das Betriebssystem muss nicht viel darüber wissen, wie der Drucker funktioniert.

Schriftarten lassen sich bei diesem System z.B. sehr leicht in den Drucker laden. Der Druckertreiber muss das System darüber informieren, welche Schriftarten im Drucker installiert sind und legt dann fest, ob die Schriftarten in den Drucker geladen werden müssen. Entweder ist der Drucker in der Lage, das Betriebssystem darüber zu informieren, wenn neue Schriftarten installiert werden, wenn z.B. eine Schriftartkassette hinzugefügt wird, oder der Administrator muss den Treiber so konfigurieren, dass dieser weiß, über welche Schriftarten der Drucker verfügt. Ob ein Drucker dem System mitteilen kann, welche Schriftarten installiert sind, hängt davon ab, wie alt er ist.

Wenn Windows 2000 Server einen Drucker im Netzwerk freigibt, können die Druckertreiber für andere Benutzer auch auf dem Server gespeichert werden. Wenn z.B. Windows 2000 Professional- und Windows 95-Clients einen Windows 2000 Server-Computer benutzen, kann der Administrator die Treiber für die Windows 95-Clients auf dem Server installieren, die dann übertragen werden, wenn der Windows 95-Client auf den Netzwerkdrucker zugreift. Das heißt, dass der Windows 95-Benutzer nicht aufgefordert wird, Treiberdisketten für den Drucker einzulegen, sondern dass die Treiber automatisch installiert werden. Mehr hierzu finden Sie im Abschnitt »Druckwarteschlangen einrichten« später in diesem Kapitel. Jedes Mal, wenn eine Clientworkstation etwas ausdruckt, wird die Version des Druckertreibers geprüft. Durch die Aktualisierung des Druckertreibers auf dem Server erhöht sich zwar der Datenverkehr auf dem Server, dies kommt jedoch im Laufe eines Tages nicht allzu häufig vor.

6.1.4 Kommunikation mit Druckern

Unabhängig davon, welche Art von Drucker in einem Unternehmen verwendet werden, müssen die Computer mit den Druckern kommunizieren können, damit der Ausdruck erfolgen kann. Es gibt verschiedene Methoden, um mit Druckern zu kommunizieren, wie z.B. über parallele Schnittstellen, serielle Schnittstellen, USB-Anschlüsse, direkte Datenein- und -ausgabe, Windows 2000-Netzwerkverbindungen, TCP/IP-Druckeranschlüsse und LPR-Anschlüsse.

Erst gab es nur parallele Anschlüsse. Der parallele Anschluss eines Computers sendet Daten über ein 25-poliges paralleles Kabel an den Drucker. Dieses Kabel überträgt alle Datenbits parallel und beinhaltet ein Synchronisierungssignal, die Erdung und einen Kanal, über den der Drucker mit dem Computer kommunizieren kann. Parallele Schnittstellen sind gemessen an heutigen Standards nicht sehr schnell. Die Daten werden mit 115 Kbps übertragen. In den meisten Fällen reicht diese Geschwindigkeit jedoch aus. Parallele Schnittstellen sind der Standard und es ist schwierig, einen Drucker zu finden, der nicht mit einer parallelen Schnittstelle ausgestattet ist. Die Anschlüsse bei Paralleldruckern tragen die Bezeichnung LPTn (d.h. LPT1, LPT2 etc.).

Serielle Drucker sind über die serielle Schnittstelle mit dem Computer verbunden. Die Kommunikation erfolgt seriell mit bis zu 56 oder sogar 115 Kbps. Ein serieller Anschluss muss alle Datenbits nacheinander senden. Es gibt 9- und 25-polige serielle Kabel, es werden aber nur drei oder vier Pins verwendet. Serielle Drucker können bidirektional kommunizieren und somit auch Informationen an den Computer übermitteln. Serielle Anschlüsse haben normalerweise die Bezeichnung COMn (d.h. COM1, COM2 etc.).

USB (Universal Serial Bus) ist eine ziemlich neue Technologie und bietet viele Vorteile. Die Kommunikation erfolgt bidirektional mit einer Geschwindigkeit von bis zu 12 Mbps. Das ist mehr als schnell genug für die Kommunikation mit dem Drucker. USB ist außerdem eine Plug & Play-Technologie. Wenn der Drucker an einen USB-Port angeschlossen wird, informiert er das Betriebssystem darüber und das Betriebssystem richtet dann die Treiber ein und bereitet diese für die Nutzung vor.

Die Ein-/Ausgabe über eine Datei wird nur sehr selten benutzt und dient meistens dazu, die verschiedenen Druckoperationen zu testen. Die Druckausgabe kann dabei in eine Datei umgelenkt werden. Die Daten können anschließend manuell auf einen Druckeranschluss kopiert werden. Dies kann nützlich sein, um die Druckerausgabe zu testen und in Fällen, in denen Benutzer eine Datei auf einem Computer ausdrucken müssen, an den kein Drucker angeschlossen und der auch nicht in ein Netzwerk integriert ist. Der Benutzer kann in eine Datei drucken, die Datei auf eine Diskette kopieren, zu einem anderen Computer gehen und die Datei auf den Drucker »kopieren«. Um eine Datei auf den Drucker zu kopieren, muss folgender Befehl an der Eingabeaufforderung eingegeben werden:

Copy a:\Datei.prn lpt1:

Dieser Befehl kopiert die Datei Datei.prn auf den Drucker, der mit dem Anschluss LPT1 verbunden ist. Der Vorteil dieser Vorgehensweise liegt darin, dass die Anwendung, mit der die Datei erstellt wurde, nicht auf dem Computer installiert sein muss, der mit dem Drucker verbunden ist. Der Computer muss nur Zugriff auf den fraglichen Drucker haben.

Windows 2000, Windows NT und Windows 95/98 verfügen über eine Druckerfreigabe, die dieselbe Semantik verwendet wie bei der Freigabe von Dateien. Auf einen freigegebenen Drucker kann über einen UNC-Namen zugegriffen werden. Um z.B. auf einen Drucker namens »lp« zuzugreifen, der auf dem Computer namens »Kermit« freigegeben wurde, muss die Angabe \\kermit\lp verwendet werden. Der Drucker könnte mit der folgenden Befehlszeile auch einem lokalen Anschluss zugeordnet werden:

Net use lpt1: \\kermit\lp

Dadurch wird der Drucker \\kermit\lp dem lokalen Gerät namens LPT1 zugeordnet. Der Copy-Befehl für den manuellen Ausdruck einer Datei würde dann wie folgt lauten:

Copy a:\Datei.prn \\kermit\lp

Damit würde die Datei Datei.prn von Laufwerk A: auf den Drucker lp kopiert werden, der an den Computer Kermit angeschlossen ist.

Bei Druckservern können zwei oder mehr Drucker an parallele Anschlüsse angeschlossen und über eine Netzwerkverbindung im LAN verfügbar gemacht werden. Sie benutzen normalerweise das TCP/IP-Druckprotokoll, um mit dem Druckserver zu kommunizieren, der die eingehenden Daten dann an den korrekten Drucker leitet. Neuere Drucker haben diese Funktionalität bereits integriert, was einen höheren Durchsatz von der einzelnen Workstation zum Drucker ermöglicht (oder bei der Umleitung über einen Server).

Windows 2000 bietet auch die LPR-Portüberwachung, um eine Kommunikation mit Druckern zu ermöglichen, die an UNIX-Computer angeschlossen sind.

6.1.5 Der Ablauf eines Druckauftrags

Ein Druckauftrag wird erzeugt, wenn ein Benutzer in einer Anwendung den Befehl Datei/Drucken wählt. Die Anwendung, z.B. Microsoft Word, findet dann heraus, was gedruckt werden muss, und sendet den Druckauftrag an das Betriebssystem. Das Betriebssystem bestimmt, wo der Ausdruck erfolgen soll und prüft mit dem Druckertreiber, was gedruckt werden muss. Der Druckertreiber sammelt dann die gesamten Informationen und erzeugt den Datenstrom, der an den Drucker gesendet wird.

Der Druckertreiber sendet den Datenstrom an eine Warteschlange. Die Warteschlange übergibt dann den ersten Auftrag an den Spooler. Der Spooler empfängt die Druckaufträge, speichert sie und sendet die Daten dann in einer Geschwindigkeit an den Drucker, die dieser verarbeiten kann. Während der Spooler Daten an den Drucker sendet, kann der Benutzer weiterarbeiten. Dies ist möglich, weil die ganze »harte« Arbeit (beispielsweise die Grafik für den Ausdruck zu erzeugen) bereits erledigt wurde. Der Spooler muss nur noch mit dem Drucker kommunizieren. Nachdem der Spooler den Auftrag an den Drucker gesendet hat, löscht er den Druckauftrag und fährt herunter. Er speichert so lange eine vollständige Kopie des Druckauftrags, bis der Drucker den Auftrag erledigt hat. Dies dient zur Absicherung, falls im Drucker ein Papierstau entsteht, der Drucker ausgeschaltet wird oder ähnliches. In einem solchen Fall weiß der Spooler, inwieweit der Ausdruck bereits erfolgt ist und kann an dieser Stelle fortfahren.

Während des gesamten Druckprozesses benachrichtigt der Spooler die Druckerverwaltung über den Status des Druckauftrags. D.h. die Druckerverwaltung erfährt, wie viele Bytes an den Drucker gesendet wurden und wie viele Bytes noch gedruckt werden müssen. Während der Spooler diese Daten aktualisiert, prüft er auch, ob der Druckauftrag gelöscht oder angehalten wurde, und reagiert entsprechend, wenn diese Ereignisse aufgetreten sind.

6.2 Druckwarteschlangen einrichten

Damit Windows 2000 einen Drucker nutzen kann, muss eine Druckwarteschlange eingerichtet werden. Eine Druckwarteschlange ist eine Struktur, in der die Druckaufträge in der korrekten Reihenfolge gespeichert werden, bevor sie an den Drucker gesendet werden.

Eine Druckwarteschlange kann Druckaufträge an einen oder mehrere Drucker senden. Diese Drucker müssen aber entweder identisch sein oder denselben Treiber verwenden. Werden mehrere Drucker benutzt, lassen sich die Druckaufträge schneller erledigen und umfangreiche Druckaufträge behindern nicht den Ausdruck einzelner Seiten. Es ist sinnvoll, die Drucker, die über eine Druckwarteschlange gesteuert werden, an einem Standort aufzustellen, damit die Benutzer wissen, wo sie ihre Ausdrucke abholen können. An diesem Ort sollten auch die Ersatzteile gelagert werden. Wenn sehr viel ausgedruckt wird, wird auch viel Toner verbraucht.

In dem Abschnitt »Der Ablauf eines Druckauftrags« wird nicht unterschieden, welche Teile des Systems auf welchem Computer existieren. Das liegt daran, dass alle Druckaufträge gleich behandelt werden. Der einzige Unterschied besteht im Standort der Druckwarteschlange. Bei lokalen Druckern sind die Druckwarteschlangen lokal. Bei Netzwerkdruckern wird die Druckwarteschlange auf dem Server erzeugt und die Druckaufträge werden über das Netzwerk gesendet. Ein Druckauftrag wird an eine Druckwarteschlange und anschließend an den Spooler gesendet.

Um eine Druckwarteschlange einzurichten, öffnen Sie die Systemsteuerung und klicken doppelt auf Drucker oder wählen im Menü Start den Befehl Einstellungen/Drucker (es gibt wahrscheinlich auch noch ein Dutzend anderer Möglichkeiten, das Druckerfenster zu öffnen). Klicken Sie doppelt auf das Symbol Neuer Drucker, um den Druckerinstallations-Assistent zu öffnen (siehe Abbildung 6.1). Klicken Sie auf die Schaltfläche Weiter um fortzufahren.

Abbildung 6.1:  Dies ist der Begrüßungsbildschirm des Druckerinstallations-Assistenten, mit dem Sie einen neuen Drucker einrichten.

Im nächsten Schritt werden Sie gefragt, ob Sie einen lokalen Drucker oder einen Netzwerkdrucker installieren möchten. Dies ist irreführend. Über einen Netzwerkdrucker können Sie auf die Warteschlange auf einem anderen Windows 2000-Computer zugreifen, mit einem lokalen Drucker auf den Drucker, der am Computer angeschlossen ist. Der Netzwerkdrucker ist in diesem Zusammenhang also eine bestehende Windows-Druckwarteschlange und der lokale Drucker ist alles, was noch nicht als Windows-Druckwarteschlange existiert.

Wenn Sie die Option Netzwerkdrucker wählen, stehen zwei Optionen zur Auswahl. Um auf eine Standard-Windows 2000-Druckwarteschlange zu drucken, müssen Sie entweder den Namen des Druckers eingeben oder auf die Schaltfläche Weiter klicken, um den Drucker zu suchen. Die zweite Option besteht darin, über das HTTP-Protokoll zu drucken. Dazu muss ein Computer, auf dem IIS oder Peer Web Services laufen, so konfiguriert sein, dass Druckanforderungen über HTTP zulässig sind. Dies ist nützlich, wenn sich Firewalls oder Proxyserver zwischen dem lokalen Computer und dem Drucker befinden. Dieser Mechanismus arbeitet über den Standardport 80 von HTTP, der von den meisten Firewalls durchgelassen wird.

Wenn Sie die Option Lokaler Drucker wählen und der Drucker tatsächlich ein lokaler Drucker ist, der über die parallele, die serielle oder eine USB-Schnittstelle mit dem Computer verbunden ist, können Sie das Kontrollkästchen Automatische Druckererkennung und Installation von Plug & Play Druckern aktiviert lassen. Wenn der Drucker über einen anderen Anschluss mit dem Computer verbunden ist, wie z.B. LPR oder TCP/IP, sollten Sie das Kontrollkästchen deaktivieren.

Wenn der Drucker über Plug & Play automatisch erkannt wird, wird die Druckwarteschlange erzeugt und die Treiber werden installiert. Wenn der Drucker nicht erkannt wird, müssen Sie den Anschluss wählen, über den der Drucker mit dem Computer verbunden ist oder einen neuen Anschluss erstellen. Die bestehenden Anschlüsse sind die normalen parallelen und seriellen Anschlüsse sowie der Anschluss FILE, bei dem beim Ausdruck ein Dateiname angegeben werden muss und die Daten dann an diese Datei gesendet werden.

Um einen neuen Anschluss zu erstellen, wählen Sie die gleichnamige Option und anschließend im Listenfeld die Art des Anschlusses. Üblicherweise stehen die folgenden Optionen zur Verfügung. Die Liste basiert aber auf den Optionen, die auf dem lokalen Computer installiert sind:

Nachdem Sie den Anschluss erstellt haben, müssen Sie den Druckertyp wählen, der mit dem Anschluss verbunden ist. Wenn der Drucker nicht in der Liste enthalten ist oder wenn Sie einen neueren Treiber auf Diskette oder CD-ROM haben, klicken Sie auf die Schaltfläche Datenträger und installieren den Treiber von Diskette oder CD-ROM.

Nachdem der Treiber installiert wurde, müssen Sie den Namen für den Drucker eingeben. Dieser Name dient dazu, den Drucker zu identifizieren. Wenn mehrere Drucker derselben Marke und desselben Modells vorhanden sind, sollten Sie bei der Benennung nicht nur den Namen und das Modell berücksichtigen.

Im nächsten Schritt müssen Sie entscheiden, ob der Drucker freigegeben werden soll. Wählen Sie einen Freigabenamen für den Drucker, der auf dem Server eindeutig sein muss. Im nächsten Schritt können Sie den Druckerstandort und einen Kommentar eingeben. Der Kommentar kann z.B. die verfügbaren Papiergrößen angeben oder ob der Drucker den Vierfarbausdruck unterstützt.

Wählen Sie als Nächstes, ob eine Testseite gedruckt werden soll. Bei der Serverinstallation ist es normalerweise sinnvoll sicherzustellen, dass der Drucker funktioniert, bevor die Benutzer darauf zugreifen. Zum Schluss wird eine Zusammenfassungsseite eingeblendet, die ähnlich aussieht wie in Abbildung 6.2. Diese Seite zeigt den Freigabenamen, den Druckernamen, den Druckertreiber und alle anderen Details zum Drucker.

Abbildung 6.2:  Diese Statusseite wird vom Druckerinstallations-Assistenten angezeigt und fasst die gewählten Einstellungen zusammen.

6.3 Die Druckerverwaltung

Mit der Druckerverwaltung werden Dokumente in einer Druckwarteschlange verwaltet. Dies bedeutet, dass Sie in der Druckerverwaltung die Druckwarteschlange und den Status der Druckaufträge in der Druckwarteschlange betrachten können. Es wird außerdem angezeigt, ob der Benutzer die benötigten Berechtigungen hat. Die Reihenfolge der Objekte in der Druckwarteschlange lässt sich verändern und Druckaufträge können aus der Druckwarteschlange gelöscht werden.

Denken Sie daran, dass eine Druckwarteschlange einfach nur eine Liste von Druckaufträgen ist, die darauf warten, bearbeitet zu werden. Jeder dieser Druckaufträge hat bestimmte Eigenschaften, die Sie sehen können, wie z.B. die Anwendung, mit der er erstellt wurde und die Länge des Druckauftrags in Seiten. Ein Beispiel für eine Druckwarteschlange sehen Sie in Abbildung 6.3. Beachten Sie, dass die Warteschlange angehalten ist und keine Druckaufträge die Warteschlange verlassen.

Abbildung 6.3:  Ein Beispiel für eine angehaltene Druckwarteschlange auf dem Server mit einem Dokument.

Ein Merkmal der Druckerverwaltung ist es, dass Sie auf die Spaltenköpfe klicken können, um die Druckaufträge nach diesem Kriterium in aufsteigender oder absteigender Reihenfolge zu sortieren. Um z.B. alle Druckaufträge auf einen Blick zu sehen, die von einem bestimmten Benutzer stammen, klicken Sie auf die Spalte Besitzer und gehen dann zu diesem Benutzer. Per Drag & Drop lässt sich außerdem die Anordnung der Spalten verändern.

6.3.1 Die Befehle des Menüs Drucker

Im Menü Drucker der Druckerverwaltung kann der Benutzer Änderungen am Drucker und der Warteschlange vornehmen. Über die Option Als Standarddrucker verwenden wird ein Drucker als Standarddrucker ausgewählt. Dies bedeutet, dass alle Anwendungen diesen Drucker als ersten in der Druckerliste anzeigen und dass beim Klick auf die Schaltfläche Drucken automatisch dieser Drucker gewählt wird. Über den Befehl Druckeinstellungen im Menü Drucker lassen sich verschiedene druckerspezifische Einstellungen vornehmen, wie z.B. die Orientierung der Seite, die Reihenfolge, in der die Seiten gedruckt werden, der Papierschacht und die Papiergröße. Diese Optionen sind bei jedem Drucker unterschiedlich und hängen von den Funktionen des Druckers ab.

Mit dem nächsten Befehl, Drucker anhalten, werden alle Druckaufträge in der Warteschlange gestoppt. Die Druckaufträge bleiben jedoch weiterhin in der Warteschlange. Dies ist nützlich, wenn der Drucker ausgetauscht wird oder wenn der Drucker an eine Workstation angeschlossen ist und die Workstation Prozessorzeit für einen lokalen Benutzer benötigt. Mit der Option Alle Druckaufträge abbrechen werden alle aktuellen Druckaufträge gestoppt und die restlichen Aufträge in der Warteschlange werden gelöscht.

Die Option Freigabe ist identisch mit derjenigen bei der Einrichtung des Druckers. Der Drucker kann von anderen Computern im Netzwerk benutzt werden. Dieser Befehl ist eine Abkürzung für den Befehl Eigenschaften. Bei beiden Befehlen öffnet sich dasselbe Dialogfeld, beim Befehl Freigabe ist jedoch die Registerkarte Freigabe aktiviert (siehe Abbildung 6.4).

Abbildung 6.4:  Die Registerkarte Freigabe im Eigenschaften-Dialogfeld des Druckers.

Wird der Befehl Drucker offline verwenden gewählt, werden die Druckaufträge in die Druckwarteschlange gesetzt und erst dann ausgeführt, wenn der lokale Computer wieder online ist. Diese Option ist nützlich für Benutzer, die am Laptop arbeiten und den Auftrag ausdrucken wollen, wenn sie den Laptop das nächste Mal an den Drucker anschließen.

6.3.2 Die Eigenschaften des Druckers

Über den Befehl Eigenschaften öffnet sich das Eigenschaften-Dialogfeld, in dem Sie fast alle Funktionen eines Druckers variieren können. Auf der Registerkarte Allgemein können der Druckername, der Standort und der Kommentar geändert werden und es lässt sich wie bei der Einrichtung eines neuen Druckers eine Testseite ausdrucken.

Die Registerkarte Erweitert

Die Registerkarte Erweitert bietet zahlreiche interessante Optionen (siehe Abbildung 6.5). Beispielsweise kann hier festgelegt werden, zu welchen Tageszeiten der Drucker verfügbar sein soll. Standardmäßig ist der Drucker immer verfügbar. Sie können jedoch auch festlegen, dass er nur zu bestimmten Zeiten benutzt werden kann. Hier können auch Prioritäten für Druckaufträge vergeben werden. Druckaufträge mit einer höheren Priorität werden zuerst gedruckt, egal, an welcher Stelle sie in der Warteschlange stehen. Druckaufträge mit einer geringen Priorität werden erst gedruckt, nachdem die Aufträge mit der hohen Priorität beendet wurden.

Abbildung 6.5:  Die Registerkarte Erweitert im Eigenschaften-Dialogfeld des Druckers.

Auf der Registerkarte Erweitert können Sie auch den Treiber ändern, indem Sie entweder einen anderen aus dem Listenfeld Treiber auswählen oder auf die Schaltfläche Neuer Treiber klicken. Es öffnet sich der Assistent für die Druckertreiberinstallation, mit dem Sie einen Treiber von einer CD-ROM oder einen Treiber, den Sie aus dem Internet heruntergeladen haben, installieren können. Die Spooler-Optionen legen fest, wie das Druckspooling erfolgt. Normalerweise beginnt der Spooler sofort mit dem Ausdruck, nachdem die erste Seite gespoolt wurde. Wenn Druckaufträge häufig gelöscht werden, sollte die Option Drucken beginnen, nachdem letzte Seite gespoolt wurde aktiviert werden. Wenn der Benutzer warten möchte, bis der Drucker fertig ist, sollte er die Option Druckaufträge direkt zum Drucker leiten aktivieren. Der Spooler wird dann deaktiviert und die Anwendung wird gezwungen, auf den Drucker zu warten.

Die letzte Option auf der Registerkarte Erweitert bezieht sich auf den Spooler. Über das Kontrollkästchen Fehlgeschlagene Druckaufträge anhalten wird festgelegt, dass der Spooler Druckaufträge zurückhält, wenn die Einstellungen des Dokuments und des Druckers nicht übereinstimmen. Wenn für einen Druckauftrag z.B. festgelegt wurde, dass beide Seiten einer Seite bedruckt werden und der Drucker dies nicht unterstützt, wird der Druck angehalten, anstatt dass nur eine Seite bedruckt wird. Wird das Kontrollkästchen Druckaufträge im Spooler zuerst drucken aktiviert, werden die Druckaufträge gedruckt, die zuerst gespoolt wurden, auch wenn sie eine geringere Priorität haben. Denken Sie daran, dass ein Druckauftrag ausgedruckt werden kann, bevor das Spooling beendet ist. Deshalb wird unabhängig von der Priorität immer zuerst der Druckauftrag beendet, der bereits gespoolt wurde.

Wenn das Kontrollkästchen Druckaufträge nach dem Drucken nicht löschen aktiviert ist, wird ein Druckauftrag erst dann aus der Warteschlange entfernt, wenn er vollständig gespoolt wurde. Auf diese Weise kann er bei Bedarf noch einmal gedruckt werden. Dies ist nützlich, wenn mehrere Dokumente mit mehreren Exemplaren ausgedruckt werden müssen, weil das Dokument von der Warteschlange aus noch einmal gedruckt werden kann und der Ausdruck nicht noch einmal über die Anwendung gestartet werden muss.

Über die Schaltfläche Standardwerte öffnet sich wie beim Befehl Druckeinstellungen das Dialogfeld Druckstandardwerte für Drucker. Über die Schaltfläche Druckprozessor kann ein anderer Druckprozessor ausgewählt werden. Ein Druckprozessor ist die Komponente, die die Ausgabe von einer Anwendung entgegennimmt, sie kompiliert und an den Druckertreiber sendet. Der Standarddruckprozessor heißt WinPrint und unterstützt verschiedene Optionen für einen Standarddatentyp. Normalerweise wird der Standarddatentyp nicht benutzt, sondern die Anwendung wählt einen Datentyp (normalerweise EMF) und sendet die Daten in diesem Datentyp. Am sichersten ist es, wenn die Standardeinstellung RAW beibehalten wird, weil der Druckauftrag dann nicht kompiliert wird, bevor er an den Drucker gesendet wird.

Über die Schaltfläche Trennseite lässt sich eine Trennseite festlegen, die vor jedem Druckauftrag gesendet wird, um die Ausdrucke der Druckaufträge leichter unterscheiden zu können.

Die Registerkarte Sicherheitseinstellungen

Auf der Registerkarte Sicherheitseinstellungen können Sie festlegen, wer den Drucker benutzen darf, wer die Einstellungen des Druckers verändern kann und wer die Dokumente in der Warteschlange verwalten darf. Standardmäßig haben nur die Mitglieder der Gruppe Administratoren und der Druck-Operator einen Vollzugriff auf den Drucker. Der Ersteller-Besitzer eines Druckauftrags darf nur Dokumente verwalten und Mitglieder der Gruppe Jeder dürfen nur drucken. Sie können entweder die Berechtigungen für die bereits vorhandenen Benutzer ändern, indem Sie die entsprechenden Kontrollkästchen aktivieren oder aber neue Benutzer hinzufügen. Abbildung 6.6 zeigt die Berechtigungen der Gruppe Administratoren.

Abbildung 6.6:  Die Standardsicherheitseinstellungen für eine Druckwarteschlange.

Die Registerkarte Geräteeinstellungen

Auf der Registerkarte Geräteeinstellungen stehen verschiedene Druckereinstellungen zur Auswahl. Die Geräteeinstellungen sind vom Druckertyp abhängig. In der Regel handelt es sich um Einstellungen wie die Auswahl des Papierschachts, der Papierart und der installierten Schriftartkassette.

6.3.3 Die Befehle des Menüs Dokument

Das Menü Dokument der Druckerverwaltung enthält fünf Optionen, die nur dann aktiviert sind, wenn mindestens ein Dokument in der Warteschlange enthalten ist (und mindestens eines dieser Dokumente muss ausgewählt sein). Über die Befehle Anhalten und Fortsetzen lässt sich der ausgewählte Druckauftrag anhalten und der Ausdruck anschließend fortsetzen. Der Befehl Neu starten startet einen Druckauftrag noch einmal. Dies ist nützlich, wenn es einen Papierstau gibt und nur noch ein paar Seiten des Ausdrucks fehlen. Über den Befehl Abbrechen wird der markierte Druckauftrag aus der Warteschlange entfernt.

Das Menü Dokument öffnet sich auch, wenn Sie mit der rechten Maustaste auf ein Dokument in der Warteschlange klicken. Das Kontextmenü entspricht dann dem Menü Dokument in der Menüleiste.

6.3.4 Die Eigenschaften eines Druckauftrags

Über den Befehl Eigenschaften können Sie die Eigenschaften des Druckauftrags betrachten (siehe Abbildung 6.7). Die einzigen Optionen, die Sie in diesem Dialogfeld ändern können, befinden sich auf der Registerkarte Allgemein. Im Feld Benachrichtigen können Sie einen Benutzer angeben, der benachrichtigt werden soll, wenn der Druckauftrag beendet ist. Über den Schieberegler im Bereich Priorität können Sie die Priorität des Druckauftrags verändern. Die Standardpriorität ist 1. Poweruser können also einfach die Priorität ihres Druckauftrags erhöhen und sich so vordrängeln. Über die Optionen im Bereich Zeitplan lässt sich festlegen, dass der Druckauftrag nur zu einer bestimmten Zeit gedruckt werden soll. Dies ist sehr nützlich, um umfangreiche Druckaufträge auf Zeiten zu verlegen, zu denen der Drucker nicht so stark ausgelastet ist.

Abbildung 6.7:  Die Eigenschaften eines Dokuments in der Warte-schlange. Es lassen sich die Benachrichtigung, die Priorität und der Zeitplan verändern.

Druckbenachrichtigungen werden über den Netzwerkbenachrichtigungsdienst versendet. Dieser entspricht dem alten WinPopup-Dienst in Windows für Workgroups 3.11. Sie können derartige Benachrichtigungen auch manuell versenden, indem Sie an der Eingabeaufforderung den Befehl net send <Computer> <Nachricht> eingeben, wobei <Computer> der Computername und <Nachricht> die Nachricht ist. Mit dem Befehl net send millcs Hallo würden Sie z.B. dem Computer namens MILLCS die Nachricht »Hallo« zusenden. Die Nachricht wird in einem Meldungsfenster angezeigt. Um Nachrichten zu deaktivieren, klicken Sie in der Systemsteuerung doppelt auf Verwaltung und dann auf Dienste. Deaktivieren Sie im Fenster Dienste den Nachrichtendienst.

Die Registerkarten Layout und Papier/Qualität sind schreibgeschützt. Die hier gezeigten Einstellungen können Sie verändern, wenn Sie im Menü Drucker der Druckerverwaltung den Befehl Druckeinstellungen wählen.

6.4 Warteschlangen über die Eigenschaften des Druckservers verwalten

Es gibt zwei verschiedene Methoden, um Druckwarteschlangen zu verwalten: über die Druckerverwaltung und über das Dialogfeld Eigenschaften von Druckserver. Die Druckerverwaltung wurde bereits ausführlich in diesem Kapitel beschrieben und bietet die Möglichkeit, die Anordnung von Druckaufträgen innerhalb einer Warteschlange und die Priorität der Druckaufträge zu verändern und Druckaufträge anzuhalten oder auch ganz aus der Warteschlange zu entfernen.

Um das Dialogfeld Eigenschaften von Druckserver zu öffnen, wählen Sie Start/Einstellungen/Drucker und im Ordner Drucker den Menübefehl Datei/Servereigenschaften. Das Dialogfeld Eigenschaften von Druckserver enthält die vier Registerkarten Formulare, Anschlüsse, Treiber und Erweitere Optionen.

6.4.1 Die Registerkarte Formulare

Die Registerkarte Formulare (siehe Abbildung 6.8) stellt verschiedene Formulare zur Auswahl. Ein Formular bezieht sich auf die Papiergröße. Windows 2000 bietet Formulare für alle Standardpapiergrößen sowie Papiergrößen, von denen noch nie jemand gehört hat. Wenn Ihnen die vorhandenen Formulare nicht ausreichen, können Sie ein neues Formular erstellen, indem Sie das Kontrollkästchen Neues Formular erstellen aktivieren. Geben Sie den Namen des neuen Formulars und die Maßeinheiten des Papiers ein, d.h. die Papiergrösse und die Druckbereichsbegrenzungen, und klicken Sie dann auf die Schaltfläche Formular speichern, um das neue Formular zu sichern.

Abbildung 6.8:  Auf der Registerkarte Formulare können Sie neue Seitenformate einrichten.

6.4.2 Die Registerkarte Anschlüsse

Wenn es zahlreiche Anschlüsse gibt, die keine Funktion haben, können sie auf dieser Registerkarte gelöscht werden (siehe Abbildung 6.9). Sie können auch neue Anschlüsse einrichten. Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche Hinzufügen. Es öffnet sich das Dialogfeld Druckeranschlüsse. Wenn der gewünschte Anschlusstyp nicht in der Liste enthalten ist, klicken Sie auf die Schaltfläche Neuer Anschlusstyp und Sie werden aufgefordert, eine CD-ROM oder eine Datei anzugeben, die die Treiber für den neuen Anschluss enthält.

Ab jetzt öffnet sich ein für den Anschlusstyp spezifisches Dialogfeld, über das Sie den neuen Anschluss einrichten können. Für den Anschlusstyp Standard TCP/IP Port steht sogar ein Assistent zur Verfügung.

Um einen Anschluss zu löschen, wählen Sie diesen aus und klicken auf die Schaltfläche Löschen. Über die Schaltfläche Konfigurieren lässt sich, wie der Name schon sagt, der Anschluss konfigurieren. Bei einem parallelen Anschluss kann z.B. das Intervall verändert werden, nach dem eine Zeitüberschreitung erfolgt und die Übertragung wiederholt wird. Bei einem seriellen Anschluss lassen sich die Geschwindigkeit der Datenübertragung und andere Einstellungen festlegen. Der Anschluss File lässt sich nicht konfigurieren.

Microsoft scheint alle Zeitüberschreitungsintervalle auf das Zehnfache des Werts zu setzen, der eigentlich gewählt werden sollte. Das Zeitüberschreitungsintervall von 90 Sekunden beim parallelen Anschluss ist ziemlich hoch. Wenn der Drucker innerhalb der ersten 10 Sekunden nicht antwortet, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er nicht aktiv oder nicht angeschlossen ist. Es ist dann ziemlich frustrierend, noch weitere 80 Sekunden warten zu müssen. Bei problematischen Druckern, wie z.B. bei tragbaren Geräten, sollte das Zeitüberschreitungsintervall verringert werden, um die Wartezeit zu verringern, wenn der Drucker nicht angeschlossen ist.

Abbildung 6.9:  Die Registerkarte Anschlüsse im Dialogfeld Eigenschaften von Druckserver. Hier können Sie Anschlüsse entfernen und hinzufügen.

6.4.3 Die Registerkarte Treiber

Die Registerkarte Treiber (siehe Abbildung 6.10) ist sehr nützlich. Sie verwaltet die verschiedenen Druckertreiber, die auf dem Computer installiert sind. Hier lassen sich insbesondere Treiber entfernen, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Außerdem lassen sich auch Treiber hinzufügen. Wie die Anschlüsse werden auch die Treiber üblicherweise über den Druckerinstallations-Assistent eingerichtet.

Abbildung 6.10:  Die Registerkarte Treiber im Dialogfeld Eigenschaften von Druckserver enthält die auf einem Druckserver installierten Treiber.

Die Registerkarte Treiber enthält vier Schaltflächen. Über die Schaltfläche Hinzufügen lassen sich neue Treiber zum System hinzufügen. Diese Option ist nützlich, um Treiber für andere Betriebssystemarchitekturen wie beispielsweise Windows 98-Treiber für einen freigegebenen Drucker hinzuzufügen. Über die Schaltfläche Entfernen wird der markierte Druckertreiber entfernt.

Klicken Sie auf die Schaltfläche Aktualisieren, wird das lokale System nach einer neueren Version des ausgewählten Treibers durchsucht und - falls vorhanden - sofort aktualisiert. Über die Schaltfläche Eigenschaften werden alle Dateien angezeigt, die mit dem ausgewählten Drucker verknüpft sind. Zu jeder Datei lassen sich außerdem Eigenschaften einblenden. Dies ist sehr nützlich, um Probleme mit DLL-Versionen zu verfolgen.

6.4.4 Die Registerkarte Erweiterte Optionen

Die Registerkarte Erweiterte Optionen (siehe Abbildung 6.11) enthält einige wenig bekannte und selten benutzte Optionen. Im Feld Spoolordner wird angegeben, wo die Druckaufträge gespoolt werden. Über die drei Kontrollkästchen Spoolerfehler protokollieren, Spoolerwarnungen protokollieren und Spoolerinformationen protokollieren wird festgelegt, dass verschiedene Ereignisse im Ereignisprotokoll von Windows 2000 aufgezeichnet werden, das Sie über Systemsteuerung/Verwaltung und einen Doppelklick auf Ereignisanzeige öffnen. Normalerweise werden nur Fehler aufgezeichnet. Die Option Signalton bei Fehlern von Remoteaufträgen kann zwar ganz nützlich sein, wenn nur wenige Druckaufträge eingehen. Bei einem größeren Datencenter kann die Ausgabe von Signaltönen jedoch ziemlich nervtötend sein. Wird die Option Benachrichtigen, wenn Remoteaufträge gedruckt wurden aktiviert, erhalten die Benutzer eine Benachrichtigung, wenn der Druckauftrag fertig gestellt wurde. Wird das Kontrollkästchen Computer benachrichtigen, wenn Remoteaufträge gedruckt wurden aktiviert, erhält der Computer anstatt des Benutzers eine Benachrichtigung, dass der Druckauftrag beendet wurde. Dies ist nützlich, wenn der Druckauftrag von einem anderen Computer versendet wurde als dem, bei dem der Benutzer momentan angemeldet ist. Beachten Sie in Abbildung 6.11 den Pfad des Spoolordners, der im Teil Problembehandlung in diesem Kapitel benutzt wird.

Abbildung 6.11:  Die Registerkarte Erweiterte Optionen des Dialogfelds Eigenschaften von Druckserver.

6.5 Problembehandlung

Wie bereits in der Einleitung zu diesem Kapitel erwähnt, neigen Drucker im besten Fall zu Unzuverlässigkeit und zerstören im schlimmsten Fall den guten Ruf jedes Systemadministrators. Drucksysteme sind sehr komplex und beinhalten zahlreiche Teile, die aus verschiedenen Quellen stammen. Es gibt eine Folge von Problemen, für die kein Hersteller die Verantwortung übernehmen wird.

Beim Ausdruck treten zwei Arten von grundsätzlichen Problemen auf. Entweder kommt der Druckauftrag nicht beim Drucker an oder er wird nicht korrekt ausgedruckt. Als Erstes wird geprüft, was Sie tun können, wenn der Druckauftrag nicht gedruckt wird. Anschließend werden die Schritte genauer betrachtet, die Sie unternehmen müssen, wenn der Ausdruck nicht korrekt ist.

6.5.1 Probleme bei der Datenübertragung vom Client zum Server diagnostizieren

Eine Methode, um Druckprobleme zu behandeln, besteht darin, am einen Ende anzufangen und sich zum anderen Ende durchzuarbeiten, wie z.B. vom Client zum Drucker. Es ist jedoch wahrscheinlich besser, in der Mitte zu beginnen. Prüfen Sie, ob der Druckauftrag in der Mitte, d.h. in der Druckwarteschlange des Servers, ankommt. Falls nicht, können Sie die Suche auf die Verbindung zwischen Client und Server einschränken. Gehen Sie bei der Problembehandlung wie folgt vor:

1. Überprüfen Sie die Druckwarteschlange.
2. Überprüfen Sie den Server. Kontrollieren Sie dabei insbesondere die folgenden Dinge:
  • Stellen Sie fest, ob genügend freier Festplattenspeicher zur Verfügung steht.
  • Überprüfen Sie die Berechtigungen auf dem Server.
  • Werfen Sie einen Blick in das Ereignisprotokoll.
  • Prüfen Sie bei Netzwerkdruckern die Netzwerkumgebung.
  • Kontrollieren Sie den Drucker.
3. Überprüfen Sie den Client. Gehen Sie dabei jedes der nachfolgenden Elemente durch um sicherzustellen, dass es keine Probleme verursacht:
  • Prüfen Sie, ob auf dem Client genügend Festplattenspeicher zur Verfügung steht.
  • Nehmen Sie das Konto des Clients unter die Lupe.
  • Kontrollieren Sie die Druckereinstellungen.
  • Laden Sie die Druckertreiber neu.
4. Testen und diagnostizieren Sie andere Probleme.

Die Druckwarteschlange überprüfen

Gehen Sie zu einem Computer im Netzwerk und prüfen Sie, ob eine Verbindung zur Druckwarteschlange besteht. Wählen Sie dazu Start/Einstellungen/Drucker und gehen Sie die Liste der Drucker durch, die hier aufgeführt sind. Wenn der Drucker nicht verbunden ist, können Sie dies nachholen, indem Sie doppelt auf Neuer Drucker klicken und dann den neuen Drucker über den Druckerinstallations-Assistenten einrichten. Nachdem der Drucker installiert ist, öffnen Sie die Druckerverwaltung mit der Warteschlange, indem Sie doppelt auf den Drucker klicken.

Prüfen Sie als Erstes, ob irgendwelche Probleme angezeigt werden, wie z.B. Papierstau oder zu wenig Toner. Ob solche Nachrichten zur Verfügung stehen und wie genau sie sind, hängt vom Druckertreiber ab. Einige Druckertreiber geben an, dass Toner fehlt. Andere zeigen einfach nur eine Statusmeldung an, dass ein Eingriff durch den Benutzer erforderlich ist. In jedem Fall sollten Sie die Anzeige des Druckers und das Handbuch zum Drucker konsultieren um festzustellen, wie Sie den Drucker wieder funktionsfähig machen können.

Prüfen Sie anschließend, ob überhaupt Druckaufträge von dem Benutzer in der Warteschlange enthalten sind. Ist die Druckwarteschlange sehr lang, können Sie auch auf den Spaltenkopf Besitzer klicken, um die Warteschlange nach dem Besitzer zu sortieren. Wenn die Warteschlange Aufträge von dem Benutzer enthält, muss das Problem am Server liegen. Wenn überhaupt keine Aufträge beim Server angekommen sind, liegen die Schwierigkeiten wahrscheinlich am Client.

Druckprobleme auf dem Server suchen

Wenn es Druckprobleme auf der Seite des Servers gibt, sollten Sie zunächst prüfen, ob für die Druckaufträge genügend Festplattenspeicher im Arbeitsverzeichnis des Spoolers zur Verfügung steht. Finden Sie als Erstes heraus, wo sich das Arbeitsverzeichnis des Spoolers befindet, indem Sie in der Systemsteuerung doppelt auf Drucker klicken und dann im Fenster Drucker den Menübefehl Datei/Servereigenschaften aufrufen. Aktivieren Sie die Registerkarte Erweiterte Optionen (siehe Abbildung 6.11) und betrachten Sie das Feld Spoolordner. In dem angegebenen Ordner legt der Spooler die Dateien ab, die ausgedruckt werden sollen. Um den verfügbaren Festplattenspeicher zu prüfen, öffnen Sie den Arbeitsplatz und klicken doppelt auf den Namen der Festplatte, auf der sich der Spoolordner befindet. Je nachdem, wie der Server eingerichtet wird, wird eine Grafik angezeigt, der Sie den verfügbaren Festplattenspeicher entnehmen können. Der Standardpfad ist %SYSTEMROOT%\System32\Spool\Printers.

Es ist sinnvoll, die Größe der Partition zu beschränken, die das Betriebssystem Windows 2000 auf dem Server enthält (siehe Kapitel 3). Weil der Spoolordner standardmäßig auf der Systempartition abgelegt wird, sollte die Systempartition jedoch vergrößert oder der Spoolordner auf einer anderen Partition abgelegt werden, wenn der Server sehr stark als Druckserver genutzt wird.

Wenn nicht genügend Festplattenspeicher zur Verfügung steht, sollten Sie entweder die nicht benutzten Dateien löschen oder den Spoolordner auf eine andere Festplatte verschieben. Wenn der Spoolordner verschoben wurde, muss der Spooler neu gestartet werden. Wenn sich der Spoolordner auf einer NTFS-Partition befindet, muss jeder, der den Drucker benötigt, die Berechtigung Ändern für diesen Ordner haben.

Wenn genügend Festplattenspeicher zur Verfügung steht und sich der Ordner auf einer NTFS-Partition befindet, sollten Sie prüfen, ob der Benutzer die Berechtigung Ändern für den Ordner hat. Die Benutzer benötigen diese Berechtigung, damit das Drucksystem die Druckaufträge in den Ordner schreiben kann.

Prüfen Sie als Nächstes das Ereignisprotokoll von Windows 2000 um festzustellen, ob dieses aufschlussreiche Nachrichten enthält. Diese Prüfung hätte zwar auch als Erstes erfolgen können, es geht aber wesentlich schneller zu prüfen, ob ausreichend Festplattenspeicher zur Verfügung steht. Das Ereignisprotokoll durchzusehen, kann etwas länger dauern und ziemlich mühselig sein. Öffnen Sie das Windows 2000-Ereignisprotokoll, indem Sie auf dem Server in der Systemsteuerung doppelt auf Verwaltung und im anschließend geöffneten Fenster doppelt auf Ereignisanzeige klicken. Wenn Sie von einem anderen Computer aus auf die Ereignisanzeige des Servers zugreifen wollen, wählen Sie in der Ereignisanzeige im Menü Vorgang den Befehl Verbindung zu anderem Computer herstellen. Geben Sie dann im Dialogfeld, das sich öffnet, im Feld Anderen Computer den Namen des Servers ein. Die Ereignisanzeige sehen Sie in Abbildung 6.12.

Abbildung 6.12:  Die Ereignisanzeige dient dazu, Fehler zu finden. Hier wurden die Ereignisse nach der Quelle sortiert, um druckerbezogene Probleme zu finden.

Die Ereignisse, die für Druckprobleme relevant sind, stammen aus den Quellen Spooler, Print und möglicherweise auch LPDSVC. Der Spooler erzeugt Ereignisse, wenn Daten von der Druckwarteschlange auf den Drucker kopiert werden.

Die meisten Druckereignisse beziehen sich auf den Ausdruck vom Server und sind nicht besonders relevant, falls das Druckproblem nicht vom Server selbst stammt. Die Ereignisquelle LPDSVC ist der LPD-Dienst. Nach diesen Ereignissen müssen Sie Ausschau halten, falls der Client unter UNIX läuft und auf einem Windows 2000-Drucker druckt.

Typische Ereignisse, die Sie hier sehen werden, sind solche, die auftreten, wenn die Festplatte voll ist, ein Problem bei der Datenübertragung zum Drucker auftritt oder Probleme mit Berechtigungen auftreten. Wenn es keine relevanten Ereignisse gibt, sollten Sie den Spooler neu starten und fortfahren. Klicken Sie dazu in der Systemsteuerung doppelt auf Verwaltung und dann auf Dienste, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Dienst Druckwarteschlange und wählen Sie den Befehl Neu starten.

Wenn es sich um einen TCP/IP-Drucker handelt, sollten Sie versuchen, die Adresse mit dem ping-Befehl zu überprüfen. Geben Sie dazu bei bestehender TCP/IP-Verbindung an der Eingabeaufforderung den Befehl ping <IP-Adresse> ein. Um die Adresse herauszufinden, folgen Sie den Anweisungen, die Sie beim Druckserver finden. Die meisten Druckserver sind mit einer Diagnoseausgabe ausgestattet, die die Adresse nennt. Wenn die Adresse des Druckservers nicht auf einen ping-Befehl reagiert, kann niemand auf dem Drucker drucken. Dies liegt wahrscheinlich an einer fehlerhaften TCP/IP-Adresse des Druckservers oder der Workstation. Wenn die Workstation auf andere Netzwerkressourcen zugreifen kann, liegt das Problem am Druckserver. Ansonsten am Clientcomputer oder der Netzwerkinfrastruktur (Kabel, Hubs, Switches und Router) zwischen dem Client und dem restlichen Netzwerk.

Prüfen Sie als Nächstes den Status des Druckers. Wenn die Netzwerktests zeigen, dass der Drucker im Netzwerk erreichbar ist oder wenn der Drucker lokal an den Computer angeschlossen ist, sollten Sie versuchen, eine Testseite von einer anderen Workstation oder sogar vom Server zu drucken. Wählen Sie dazu Start/Einstellungen/Drucker und klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den fraglichen Drucker. Wählen Sie im Kontextmenü den Befehl Eigenschaften und klicken Sie auf die Schaltfläche Testseite drucken am unteren Rand der Registerkarte Allgemein (siehe Abbildung 6.13). Wenn die Testseite korrekt ausgedruckt wird, ist alles bestens. Wird die Testseite nicht gedruckt (und auch von keiner anderen Workstation im Netz) und stapeln sich die Druckaufträge in der Warteschlange, sollten Sie den Drucker überprüfen.

Abbildung 6.13:  Klicken Sie auf die Schaltfläche Testseite drucken, um den Ausdruck zu prüfen. Der Druck von Testseiten kann bei der Diagnose sehr hilfreich sein.

Wenn Sie den Drucker überprüfen, sollten Sie als Erstes auf die Diagnosemeldungen auf der Druckerkonsole achten. Prüfen Sie anschließend die einfachen Dinge, nur um sicherzugehen, dass dem Drucker kein Papier fehlt und dass es keinen Papierstau im Drucker gibt. Prüfen Sie dann die Verkabelung zwischen Drucker und Computer und vergewissern Sie sich, dass alle Kabel fest verbunden sind. Manchmal führt eine lose Verbindung dazu, dass die Leitung glaubt, der Drucker sei in Betrieb, obwohl dieser keine Daten empfangen kann. Deshalb sollten Sie die Verbindungen immer mehrfach überprüfen.

Nun sollten alle Serverprobleme behoben sein. Der Server verfügt über genügend Festplattenspeicher und die passenden Berechtigungen, um die Druckaufträge auf die Festplatte zu spoolen. Die Kommunikation zwischen dem Server und dem Drucker wurde mit dem ping-Befehl überprüft und der Drucker ist betriebsbereit und mit ausreichend Papier und Toner ausgestattet. Nun sollten Sie noch zur letzten Sicherheit eine Testseite drucken. Der Dienst Druckwarteschlange wurde neu gestartet um sicherzustellen, dass er aktiv ist. Wenn dies alles geprüft wurde, funktioniert der Serverpart des Drucksystems korrekt und Sie sollten den Client unter die Lupe nehmen.

Druckprobleme auf der Clientseite suchen

Druckprobleme auf der Clientseite lassen sich ziemlich leicht diagnostizieren. Dabei sollten Sie zuerst die grundlegende Funktionalität testen und sich dann nach oben arbeiten. Die einzelnen Schritte sollten Sie auf der Clientworkstation ausführen. Stellen Sie zuerst sicher, dass sich der Benutzer korrekt angemeldet hat. Normalerweise braucht sich der Benutzer dazu nur ab- und erneut anzumelden. Manchmal kommt es vor, dass ein Benutzer sein Kennwort auf einem Computer ändert, während er bei einem anderen Computer angemeldet ist. Die Sicherheitstoken auf dem anderen Computer sind dann nicht mehr gültig und müssen durch eine Neuanmeldung ersetzt werden.

Nachdem der Benutzer sich ab- und erneut angemeldet hat, wählen Sie Start/Einstellungen/Drucker. Klicken Sie doppelt auf den fraglichen Drucker, um sich zu vergewissern, dass der Benutzer die Druckaufträge sehen kann, die an den Drucker gesendet werden. Möglicherweise wurde einfach der Druckername falsch geschrieben. Betrachten Sie anschließend die Eigenschaftenseite und prüfen Sie folgende Einstellungen:

  • Vergewissern Sie sich auf der Registerkarte Anschlüsse, dass der Drucker mit dem korrekten Anschluss mit dem Server verbunden ist (z.B. \\Server\Drucker).
  • Stellen Sie auf der Registerkarte Erweitert sicher, dass das Kontrollkästchen Fehlgeschlagene Druckaufträge anhalten nicht aktiviert ist. Ist dieses Kontrollkästchen aktiviert, wird der Ausdruck von Dokumenten angehalten, die einen Druckdienst (wie beim beidseitigen Druck) benötigen oder eine Formulargröße haben, die vom Drucker nicht unterstützt wird.
  • Prüfen Sie außerdem auf der Registerkarte Erweitert den Treibernamen und vergewissern Sie sich, dass er zum Drucker passt, der angeschlossen ist. Wenn der Druckertreiber nicht zum Druckermodell passt, müssen Sie den korrekten Treiber installieren.
  • Prüfen Sie auf der Registerkarte Sicherheitseinstellungen, ob der Benutzer nicht irgendwie seinen Zugriff auf den Drucker aufgehoben hat.
  • Klicken Sie auf der Registerkarte Allgemein auf die Schaltfläche Testseite drucken und prüfen Sie, ob die Testseite ausgedruckt wird.

Falls schließlich eine Testseite ausgedruckt wird, sollte das Problem eigentlich gelöst sein. Sie sollten aber trotzdem noch einmal überprüfen, ob der Benutzer von der Anwendung aus drucken kann, die die Probleme verursacht. Einige Grafikanwendungen sind sehr wählerisch, was den Ausdruck betrifft.

Wenn der Ausdruck noch immer nicht funktioniert, sollten Sie prüfen, ob auf der Systempartition des lokalen Computers genügend Festplattenspeicher zur Verfügung steht. Bei Windows 2000-Workstations sollten Sie den Spoolordner prüfen und, wie bereits beschrieben, sicherstellen, dass auf dem Laufwerk genügend Speicherplatz für den Spooler zur Verfügung steht. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie die Festplatte aufräumen oder den Spoolordner in ein anderes Verzeichnis verschieben. Öffnen Sie bei einem Windows 9.x-Computer eine MS-DOS-Eingabeaufforderung und geben Sie den Befehl set ein. Suchen Sie nach Zeilen, in denen TEMP= steht und vergewissern Sie sich, dass im angegebenen Verzeichnis genügend Speicherplatz verfügbar ist. Prüfen Sie dann den Temp-Ordner. Wenn bereits sehr viele temporäre Dateien enthalten sind, sollten Sie das System neu starten und so viele Dateien wie möglich löschen. Beim FAT-Dateisystem gibt es eine Beschränkung für die Anzahl der Verzeichnisse, die in einem Verzeichnis enthalten sein dürfen. Wenn die Grenze erreicht ist, können keine neuen Dateien mehr angelegt werden und somit kann auch nichts ausgedruckt werden. Es passieren dann auch andere seltsame Dinge (von Microsoft offiziell als unvorhersehbare Ergebnisse bezeichnet). Anwendungen werden beispielsweise unerwartet geschlossen, ohne dass Sie Ihre Daten speichern können.

Nachdem Sie die Eigenschaftenseiten und den Festplattenspeicher geprüft haben, gibt es normalerweise nur noch eines, was Sie tun können. Löschen Sie die Druckwarteschlange, indem Sie den Drucker im Ordner Drucker markieren und die (Entf)-Taste drücken. Richten Sie dann den Drucker neu ein. Achten Sie darauf, dass die Druckertreiber entweder vom Server stammen oder von einer anderen Quelle, von der Sie wissen, dass die Treiber funktionieren. Wenn Sie nun eine Testseite ausdrucken, sollte alles korrekt funktionieren.

Es hat alles nichts genützt. Was nun?

Wenn keine der beschriebenen Techniken zur Problembehandlung funktioniert hat, finden Sie hier noch ein paar Hinweise, die Sie ausprobieren können. Mit diesen Techniken werden die Druckertreiber im Wesentlichen umgangen, um das Problem besser isolieren zu können. Wenn der Drucker lokal an die parallele Schnittstelle angeschlossen ist, müssen Sie anders vorgehen als bei einem Netzwerkdrucker. Für beide Ansätze benötigen Sie einige Dinge. Handelt es sich nicht um einen PostScript-Drucker, benötigen Sie eine Textdatei. Eine Textdatei mit ein bis zwei Seiten Text reicht dabei völlig aus. Wenn Sie eine solche Datei neu erstellen müssen, öffnen Sie den Editor und tippen zwei Seiten Text ein. Wenn es sich um einen PostScript-Drucker handelt, müssen Sie eine Datei finden, die PostScript-Befehle enthält. Auf den Disketten oder der CD-ROM zu Ihrem Drucker sollten Sie etwas Passendes finden. Kopieren Sie die Datei (die Text- oder PostScript-Datei) in einen Ordner namens C:\Prtest.

Lokale Drucker testen

Wenn ein Drucker direkt über die parallele Schnittstelle an einen Server angeschlossen ist und nicht druckt, können Sie wie folgt einen Ausdruck erzwingen: Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung und kopieren Sie die Datei direkt auf den Druckeranschluss. Für eine Textdatei namens Test.txt würde der Befehl wie folgt lauten:

Copy c:\prtest\test.txt lpt1:

Mit diesem Befehl wird der Druckauftrag direkt zum Drucker gesendet. Beim PostScript-Drucker müssen Sie die PostScript-Datei auf dieselbe Weise zum Drucker kopieren. Nachdem Sie die Textdatei an den Drucker geschickt haben, müssen Sie möglicherweise entweder die Form Feed-Taste an Ihrem Drucker (siehe das Druckerhandbuch) drücken oder den Befehl Copy Con LPT1: ausführen. Dieser Befehl kopiert das, was an der Eingabeaufforderung eingegeben wird, auf den Druckeranschluss LPT1. Tippen Sie, nachdem Sie den Befehl eingegeben haben, Ctrl+L ein und drücken Sie die (Enter)-Taste. Geben Sie dann Ctrl+Z ein und drücken Sie nochmals die (Enter)-Taste. Der Befehl Ctrl+L bewirkt einen Zeilenvorschub und mit dem Befehl Ctrl+Z wird das Dateiende gekennzeichnet. Der Drucker müsste nun ein Blatt Papier ausgeben, das die zweite Seite der Textdatei enthält.

Wenn dies nicht funktioniert, haben Sie vermutlich versucht, eine Textdatei an einen PostScript-Drucker zu senden, was nicht funktioniert. Die Sprache PostScript verwendet einen speziellen Befehlssatz und wenn nicht die korrekten Informationen am Anfang und am Ende der Datei stehen, wird die Datei nicht ausgedruckt und der Drucker erzeugt eine Fehlermeldung. Wenn es sich definitiv nicht um einen PostScript-Drucker handelt, funktioniert entweder der Drucker nicht korrekt oder die Verkabelung zwischen dem Computer und dem Drucker ist defekt. Sie sollten es dann einmal mit neuen oder anderen Kabeln versuchen.

Über TCP/IP verbundene Drucker testen

Wenn ein Drucker über TCP/IP mit dem Computer verbunden ist, kann das Testen etwas schwierig sein. Als Erstes sollten Sie über den Druckserver eine Testseite zum Drucker senden. Es gibt zwei Arten von Druckservern: interne und externe. Die internen Geräte sind Karten, die in die einzelnen Drucker integriert sind, wie z.B. eine HP JetDirect-Karte in einem HP LaserJet-Drucker. Normalerweise müssen Sie die Statusseite über die internen Setup-Menüs des Druckers ausdrucken. Die externen Geräte sind schwarze Kästen mit einem oder mehreren parallelen Schnittstellen und normalerweise nur einer Taste, um den Drucker zu testen. Diese externen Geräte gibt es von HP, NetGeard und Intel. Lesen Sie die zugehörige Dokumentation um festzustellen, wie Sie mit diesen Geräten Statusseiten ausdrucken.

Nachdem die Statusseite gedruckt wurde, sollten Sie sich vergewissern, dass die TCP/IP-Adresse korrekt ist und über denjenigen Windows 2000 Server-Computer erreicht werden kann, der als Host für die Druckwarteschlange fungiert. Außerdem unterstützen externe Druckserver normalerweise die Konfiguration über Telnet. Mehr zu Telnet erfahren Sie in Kapitel 19. Lesen Sie die Anleitung zum Druckserver um zu erfahren, wie die Telnet-Schnittstelle zum Druckserver benutzt wird.

Wenn die Statusseite nicht gedruckt wird, funktioniert der Druckserver nicht korrekt. Prüfen Sie alle Setup-Informationen und rufen Sie bei Bedarf den Kundendienst des Herstellers an. Diese Geräte haben in der Regel ein sehr kompliziertes Setup. Wenn sie aber einmal korrekt konfiguriert sind, funktionieren sie prima. Wenn die TCP/IP-Adresse vom Server aus nicht zu erreichen ist, sollten Sie das TCP/IP-Kapitel in diesem Buch lesen um zu erfahren, wie Subnet-Masken funktionieren. Setzen Sie dann die TCP/IP-Adresse zurück. Weitere Einzelheiten finden Sie in Kapitel 8.

Drucker durch Protokollierung der Anschlüsse testen

Wenn die beiden letzten Tests nicht funktionieren, liegt der Fehler vielleicht an der Verbindung von Windows 2000 zum Drucker oder die Druckertreiber sind nicht korrekt. Prüfen Sie als Erstes die Verbindung zum Drucker. Die Behandlung von Treiberproblemen wurde bereits beschrieben.

Öffnen Sie die Eingabeaufforderung und geben Sie den folgenden Befehl ein:

Net use lpt1: \\Server\Drucker

Sie müssen natürlich den Server- und Druckernamen von Ihrem System einsetzen. Wenn an die Schnittstelle LPT1 bereits ein Drucker angeschlossen ist, geben Sie einen anderen Port an (LPT2, LPT3 oder LPT4).

Kopieren Sie als Nächstes mit dem Copy-Befehl eine Textdatei über die Netzwerkfreigabe auf den Drucker. Dadurch werden alle Druckertreiber umgangen und die Daten werden direkt an den Drucker gesendet.

6.5.2 Probleme mit der Druckqualität diagnostizieren

Moderne Drucker sollten eine konsequent hohe Qualität bieten, die lesbar ist und die korrekten Schriftarten, Graustufen und Farben verwendet. Manchmal geht auch bei guten Druckern etwas schief und Windows 2000 füttert sie mit den falschen Informationen. In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie Sie die Leistung und Qualität eines Druckers erhöhen. Das bestmögliche Ergebnis erzielen Sie, wenn Sie

  • die Grenzen des Druckers kennen,
  • die Druckerspezifikationen kennen,
  • die Treiberversionen kennen,
  • sicherstellen, dass alles zusammenpasst.

Bei den ersten drei Punkten müssen Sie herausfinden, was der Drucker leistet. Dazu gehören Angaben wie die Anzahl der gedruckten Seiten pro Sekunde, die Auflösung und die Farbtiefe. Mit dem letzten Punkt wird sichergestellt, dass Windows 2000 all diese Beschränkungen kennt und in die Druckausgabe einbezieht.

6.5.3 Die Grenzen des Druckers kennen

Ein Drucker hat alle möglichen Grenzen, wie z.B. die Druckgeschwindigkeit, die Anzahl der Grafiken, die er pro Sekunde erzeugen kann, die maximale Anzahl von Farben oder Graustufen, die er drucken kann und andere. Angaben zu diesen Beschränkungen finden Sie normalerweise im Druckerhandbuch. Die meisten Hersteller bieten Onlineversionen ihrer Handbücher, die sich durchsuchen lassen. Hier ein paar Dinge, die Sie in Erfahrung bringen sollten:

  • Wie schnell sollte der Drucker drucken?
  • Wie viele Farben kann der Drucker drucken?
  • Welche Schriftarten sind im Drucker installiert?
  • Um welches Druckermodell handelt es sich genau?

Die meisten Informationen finden Sie im Druckerhandbuch oder auf der Statusseite des Druckers.

6.5.4 Die Druckerspezifikationen kennen

Unternehmen kaufen häufig Drucker und statten diese dann mit Schriftartkassetten und zusätzlichem Speicher aus. In einigen Fällen wird jedoch Speicher entfernt, um Geld zu sparen. Dies klingt zwar kurzsichtig, wenn ein Unternehmen jedoch tausend Drucker kauft, können ein paar hundert Mark pro Drucker schon eine ganze Menge ausmachen. Sie sollten also unabhängig vom Druckerhandbuch genau prüfen, wie viel Speicher im Drucker installiert ist und welche Schriftartkassetten vorhanden sind. Auch hier kann die Statusseite vermutlich einigen Aufschluss bieten. Manche Drucker drucken auch eine Seite mit allen Schriftarten aus, die im Drucker installiert sind.

6.5.5 Die Treiberversionen kennen

Es ist sehr wichtig zu wissen, welche Treiberversionen für einen bestimmten Drucker auf dem Server installiert sind. Sie sollten nicht nur die Versionen, sondern auch das Datum der Dateien kennen, weil manche Hersteller ihre Versionsnummern nicht korrekt vergeben. Die Version 2.2 kann also durchaus neuer sein als die Version 2.3. Prüfen Sie auf der Website des Herstellers, ob neue Treiberversionen vorliegen, und lesen Sie die Dokumentation der Treiber sorgfältig durch. Installieren Sie nur dann neue Treiber, wenn diese die Probleme lösen oder eine wesentliche Verbesserung bieten. Wenn Sie Treiber installieren, sollten Sie sicherstellen, dass Sie die Treiber für alle Betriebssysteme und Architekturen installieren, die unterstützt werden und die den Server zum Ausdruck benutzen. Wenn die Treiber auf dem Server aktuell sind, sollten die Workstations, die diese Treiber nutzen, ebenfalls immer auf dem neuesten Stand sein.

6.5.6 Sicherstellen, dass alles zusammenpasst

Nachdem Sie alle Informationen gesammelt haben, sollten Sie sich vergewissern, dass die Merkmale von Windows 2000 und dem Druckserver tatsächlich übereinstimmen. Öffnen Sie dazu das Dialogfeld Erweiterte Optionen (siehe Abbildung 6.14) über den Menübefehl Start/Einstellungen/Drucker. Klicken Sie doppelt auf den gewünschten Drucker und rufen Sie in der Druckerverwaltung den Menübefehl Datei/Druckeinstellungen auf. Klicken Sie dann im Dialogfeld Druckeinstellungen auf der Registerkarte Layout die Schaltfläche Erweitert an.

Abbildung 6.14:  Im Dialogfeld Erweiterte Optionen können Sie prüfen, ob der Drucker genau das bietet, was Windows 2000 glaubt.

Im Dialogfeld Erweiterte Optionen werden alle Optionen des Druckers angezeigt. Die Optionen sind dabei vom Drucker abhängig. Vergewissern Sie sich, dass Windows 2000 über die korrekte Speichergröße informiert ist und dass die Schriftzuordnungen korrekt sind. Über die Schriftzuordnungen stellt der Drucker fest, ob eine Schriftart bereits installiert ist. Wenn eine Schriftart, die in einer Anwendung verwendet wird, einer Druckerschriftart zugeordnet werden kann, wird sie nicht auf den Drucker übertragen, sondern es wird die integrierte Schriftart des Druckers verwendet. Normalerweise resultiert dies in einer höheren Druckqualität und einem schnelleren Ausdruck, weil die Schriftart nicht übertragen werden muss. Sie sollten außerdem die Druckqualität für Grafiken und die Farbzuordnungen prüfen. Insbesondere bei älteren Druckern kann es manchmal zu Abweichungen bei den Angaben kommen.


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Elektronische Fassung des Titels: Windows 2000 Server Kompendium, ISBN: 3-8272-5611-9 Kapitel: Drucken