Exchange 2000

Vorraussetzung für Ex2000 ist eine funktionierende W2k-Umgebung mit dem W2k-Verzeichnisdienst Active Directory. Die Ex2k-Organisation ist begenzt auf eine Gesamtstruktur (GS). In einer AD-GS kann es umgekehrt auch nur eine Ex2k-Organisation geben. Da wir in der Klasse sieben Gesamtstrukturen haben, werden wir sieben Ex2k-Orgs aufsetzen. Eine weitere Vorraussetzung ist ein funktionierendes DNS-System, da Ex2k im Gegensatz zu Ex5.5 als Sendeprotokoll im Standardfall SMTP benutzt, welches den Empfangsserver über DNS ermittelt (ausserdem ist DNS für AD wichtig, wie wir wissen...) Im DNS ist ein Rechner über den FQDN erreichbar, wir haben jetzt nur die Schwierigkeit, einen Benutzer ohne Angabe des Hosts zu erreichen; eine Internet-Mail-Adresse ist ja aufgebaut nach Name@Domäne. Es gibt auch noch eine Menge anderer Mailformate. Deswegen muss eine vollständige und erfolgreiche Replikation zwischen den Domänencontrollern möglich sein.

Exchange bietet Dienste wie Mailverwaltung, Chat, Instant Messaging, Conferencing und öffentliche Ordner bzw. Newsgroups. Clients hingegen arbeiten in drei verschiedenen Gruppen:

Outlook (2000) im Unternehmens- und Organisationsmodus ist ein MAPI-Client, welcher direkten Zugriff auf die Exchange-Datenbank bietet. Alles wird auf dem Server verwaltet. (Port 135)

Outlook Express bietet Internetprotokolle, welche das Abholen und Versenden von Mails erlauben (SMTP und POP), oder (bedingt) eine Mailverwaltung auf dem Server ermöglichen (IMAP). Die Ports sind folgende:

Typ Post SSL-Port
SMTP 25 25
POP3 110 995
IMAP 143 993
NNTP 119 563

Weiterhin bietet Exchange eine Web-Access-Oberfläche auf den Ports 80 (http) oder 443 (https).

Wir haben beim Einrichten von Outlook 2000 das Profil (Modus: Unternehmen), den Mail- bzw. Exchangeserver und das Postfach. Gibt man die Daten ein und werden diese unterstrichen, hat Outlook die Daten erkannt und als richtig interpretiert; er ist also schon in unserem Fall mit dem Informationsspeicher verbunden. Das Unterstreichen passiert übrigens auch, wenn man eine Mail an eine Person schickt, diese im Adressbuch steht und man deren E-Mail-Adresse ins An-Feld schreibt. Daraufhin wird die Adresse durch den Namen ersetzt und dieser unterstrichen...

In Outlook-Express muss man nur das Protokoll IMAP angeben und dann ganz normal wie gewohnt als Versende- und Empfangsserver den Exchangeserver. Natürlich muss auch der Kontoname und die eigene E-Mail-Adresse angegeben werden.

Bei der Web-Access-Oberfläche benötigt man auf dem Client einen (beliebigen) Browser, in dessen Adresse man bei Exchange den Server/Exchange angibt (in unserem Fall dozent0.corp/exchange). Es erscheint das Anmeldekonto wie in Outlook, sofern man sich aus einer anderen Domäne anmeldet.

Als Exchange-Verwaltungsaufgaben zählen die Erstellung bzw. Löschung der Postfächer (Empfängerobjekte), die Kontingentverwaltung (Grösse der Mails, Grösse der Postfächer, etc.)

Als weitere Funktionen, die möglich sind, zählen unter anderem:

Das werden u.a. die Themen der nächsten drei Wochen.