14.12.2001

Netzwerk-Infrastruktur (Misc)

Mit Multicasts kann man mit einem Paket eine Gruppe von Rechnern ansprechen. Mit Broadcasts spricht man alle in diesem Teilnetz liegenden Systeme an, und mit Unicasts einen Einzigen. Der Einsatz von Multicast liegt in Videokonferenzen, Streaming Media und Masseninstallationen. Der Bereich für Multicast ist das D-Klasse-Netz mit dem Adressbereich von 224.0.0.0 bis 239.255.255.255. Diese Adressen werden zusätzlich zur normalen IP-Adresse vergeben. Diese kann man manuell vergeben oder über einen DHCP-Server, der Multicast-Adressvergabe beherrscht. W2k-Server sind dazu in der Lage. Das Protokoll wird MADCAP genannt. Einige Multicast-Bereiche sind fest definiert. Zum Beispiel belegt das RIPv2-Protokoll den Bereich 224.0.0.9. Die Registrierung erfolgt über die ICANN oder über deren übergeordnete Stelle IANA (Internet Assign Numbers Authority), sofern man keine privaten Bereiche nutzt.

Funktionsweise:

Wenn man mehrere Teilnetze mit Multicastclients besitzt, hat man am Besten einen W2k-Server zur Verwaltung zwischen diesen Netzen stehen, der unter anderem regelmässig überprüft, welche MHosts im Teilnetz stehen. Dafür ist der Multicast-Takt da. Auf dem W2k-Server läuft dafür das IGMP-Protokoll. IGMP heisst Internet Group Management Protokoll. Dieses ist in der Routing-und-RAS-MMC einzurichten und ist kein MulticastRouting-Protokoll. W2k bietet von sich aus kein MulticastRouting-Protokoll. Zu den MHosts führen die IGMP-Routingschnittstellen. Hat man mehrere Multicastbereiche, die getrennt voneinander agieren und eigene W2k-Server haben, muss man die W2k-Server miteinander über den Proxy-Modus verbinden. Somit kommt man sogar über das Internet, welches multicastfähig ist und somit ein MBone bietet. Ist das Netz aber nicht multicastfähig, kann man einen IP in IP-Tunnel erstellen. Somit werden die Multicastpakete unicastfähig.

Den Befehl mcast gibts unter dem Ressource Kit.