11.12.2001

Routing Teil 2

 

Die Metrik ist ein willkürlicher Wert, den der Administrator verändern kann, um Netze zu bevorzugen. Zum Beispiel könnte sie die Anzahl der Hops darstellen. Das Protokoll zeigt den Ursprung der Einträge. Je kleiner der Eintrag, desto bevorzugter ist er.

In den Vorrangstufen kann man die Priorität der Ursprünge wählen:

Klein ist bevorzugt.

Wenn  wir RIP benutzen wollen, brauchen wir es nur hinzufügen, natürlich unter Angabe der Schnittstelle. Danach arbeitet RIP fast komplett automatisch. Allerdings sendet RIP alle 30 Sekunden diese Tabelle als Broadcast ins Netz, welche von den anderen Routern aufgefangen wird. So gleichen sie ihre Daten miteinander ab.

In den RIP-Eigenschaften kann man u.a. die Protokollierung auf der Sicherheitskarte aktivieren und festlegen, von welchen Routern die Informationen angenommen werden sollen. Die Eigenschaften der Schnittstellen zeigen stattdessen einige Bilder mehr.

Es gibt, wie man sieht, zwei Betriebsmodi. Bei den regelmässigen Aktualisierungen, der Standard im LAN, wird die Tabelle alle 30 Sekunden umgeschrieben. Im WAN, nach einer Einwahl also, findet die Aktoalisierung autostatisch statt. Das Protokoll für eingehende und ausgehende Pakete kann sowohl RIPv1, RIPv2 oder SilentRIP sein. RIPv1 kann nur Broadcasts, RIPv2 kann dagegen Broad- und Multicast. Das Netz wird somit entlastet, sofern man ein reines RIPv2-Netz hat. Bei SilentRIP wird die Routingtabelle nicht gesendet; es wird immer nur empfangen.

Unter Allgemein kann man die Metrik erhöhen und eine Authentifizierung einstellen. Das Kennwort wird allerdings im Klartext gesendet und dient nicht der Sicherheit. Unter der Registerkarte Sicherheit kann man die Akzeptanz bzw. Ignoranz von IP-Adressbereichen festlegen. Standardmäsig werden alle Routen akzeptiert.

Unter Nachbarn kann Broadcasts, Multicasts und Unicasts nach einer Liste definieren.

Die nächste Registerkarte sind die Optionen. Dort sind die Zeiten einstellbar wie Ankündigungsintervall (30s), Gültigkeitsdauer (180s) und das Entfernen (120s) nach Ablauf der Gültigkeit. Unter Split-Horizon und Poison-Reverse löst man das Count-Infinity-Problem von RIPv1. Pakete werden, wenn sie schon auf einem Port entgegengenommen worden, nicht mehr auf einem zweiten Port akzeptiert. Bei RIPv1 hat ein Paket nur 16 Hops, ist also nur bedingt für grosse Netze geeignet.

Als besondere Routen gelten unter anderem Hostrouten mit einer 32bittigen SubnetMask und Standardrouten mit einer 0bittigen SubnetMask..

Nur RIPv2 kann den letzten Haken für klassenlose Netze nutzen. RIPv1 kann nur Klassennetze.

RIP OSPF
kleine bis mittlere Netze (bis 50 Router)  
Routingtabelle Routingtabelle (Verbindungsstatustabelle: Dort werden die von ihm getesteten Verbindungen abgelegt)
Übertragen von ganzen Routingtabellen nur die Änderungen werden übertragen
einfach zu konfigurieren komplexere Konfiguration.

Hier einmal eine praktische Möglichkeit: Für einen Multicast-Transfer durch einen nicht Multicastfähigen Bereich kann man das IP in IP-Tunnel-Prinzip nutzen. Der Zwischenbereich wirdn einfach getunnelt. Diesen nennt man dann Backbone. Die Rechner, die sich zwischen dem Multicast- und dem Backbonebereich finden, haben zwei fest definierte Schnittstellen. Die Backboneseite nennt man Routerseite, die Multicastseite ist die Proxyseite. Einstellungen wie "Wählen bei Bedarf" kann man definieren. Einrichten kann man das Ganze als Hadware (Modem oder ISDN) oder als VPN über eine NIC. Optional kann man dann Routen oder Klartextkennwörter aktivieren. Es muss auch ein Anmeldekonto vergeben werden.

Es ist auch bei Bedarf ein wählendes Routing einsetzbar, welches sowohl ein- als auch ausgehend funktionieren kann. Eine ähnliche Arbeitsweise wie bei RAS. In den jeweiligen Eigenschaften der Ports kann man die RAS-Verbindungen einwählend für Benutzer und wahlweise bei Bedarf herzustellenden Routingverbindungen einrichten. Letzterer gibt erst den Port für Programme frei.

In den Eigenschaften der jew. Routingschnittstelle kann man diese deaktivieren, trennen, löschen, aktualisieren oder sich Eigenschaften anzeigen lassen, die denen der RAS oder VPN-Zeiten sehr ähneln. Die Hinauswählzeiten sind dargestellt als Wochenkalender mit Stundenskalierung (ähnlich den RAS-Richtlinien). Als letztes ist auch noch ein Filter definierbar. Zusätzlich kann man noch Filter definieren, mit dem man Pakete weiterleiten kann. Dort kann man auch mehrere Adressen ausschliessen.

Die Routingschnittstellen zeigen z.B. nicht die Tunnelschnittstellen von selbst an. Sie müssen mit einem Rechtsklick hinzugefügt werden. Dabei wird dann auch gleich der Anfangs- und der Endpunkt des Tunnels erfragt. Klickt man auf die Schnittstellen mit der rechten Maustaste, kann man sich ne ganze Menge an Informationen anzeigen lassen. Zum Beispiel findet man in den Eigenschaften auf der Registerkarte Allgemein die IP-Routerverwaltung (ein oder aus). Ein weiteres Feature ist die Routersuchankündigung (ICMP), sie hilft Clients, die Router automatisch suchen. Sie tragen diesen Rechner dann automatisch als Standardgateway ein. Als Filter gibts noch eine Fragmentierungsprüfung.