10.10.2001

Startvorgang

(von Festplatte)

Wie startet ein W2k-System? Diese Frage wird hier geklärt: Nach dem POST vom BIOS eines PC's erfolgt der Zugriff auf den MBR der Festplatte. Dieser enthält die Partitionstabelle, in welcher u.a. die aktive Partition gekennzeichnet ist. Aktiv können nur primäre Partitionen sein! Dort befindet sich der Bootsektor des auf dieser Partition installierten Systems. Dieser Sektor enthält eine Routine, welche das Ausführen des NTLDR in dem Speicher erlaubt. Dies gilt allerdings nur für W2k und WinNT. Bei DOS und Win9x sieht das etwas anders aus, darauf gehe ich aber nicht weiter ein. Der NTLDR stellt die BOOT.INI auf dem Bildschirm dar, in welcher die Auswahlen der zu bootenden Systeme angezeigt werden. Es wird die NTDETECT.COM geladen und ausgeführt. Dort findet die Hardwareerkennung statt, welche in der registry unter HKey_Local_Maschine stehen. Ob und wie die Hardware erkannt wird, hängt von den Schaltern in der BOOT.INI ab: bei fastdetect z.Bsp.wird der serielle Port nicht abgefragt, um eine angeschlossene USV nicht zu beeinflussen.Wird als Betriebssystem W2k aus der BOOT.INI ausgeführt, wird der NTOSKRNL aus winnt \ system32 geladen und danach die HAL.DLL. Danach wird der Start weiter fortgeführt, welchen man sich im abgesicherten Modus ziemlich genau anschauen kann... Wenn vorher MS-DOS oder Win9x Systeme installiert waren, wird der Bootsektor bei der Installation von W2k unter der Datei BOOTSECT.DOS gesichert und bei der jew. Auswahl in der BOOT.INI temporär zurückgespielt, um das Starten des Systems zu ermöglichen. Befindet sich noch eine NTBOOTDD.SYS in der Systempartition, ist diese notwendig, um W2k von einem SCSI-Gerät ohne eigenes BIOS zu starten (Über den Sinn oder Unsinn lässt sich streiten, da erst eine IDE-Platte gestartet werden muss...)

Somit stellt man fest, dass man ganz einfach eine W2k-Bootdiskette erzeugen kann, wenn ein installiertes W2k-System einen defekten Bootsektor aufweist oder eine Meldung wie "NTOSKRNL fehlt oder ist beschädigt" beim Starten auftaucht: Man formatiert eine Diskette unter W2k, weil damit gleich der Bootcode mit auf den Datenträger geschrieben wird, und kopiert die BOOT.INI, NTDETECT.COM und den NTLDR auf die Diskette. Die BOOT.INI kann man per Hand anpassen. Wie das geschieht, steht weiter unten bzw. in der WinFAQ (www.WinFAQ.de). Es empfiehlt sich, eine ca. 500 MB grosse FAT-Partition anzulegen, von der das System startet und dann eine NTFS-Partition, auf welcher sich das komplette System bis auf die Startumgebung befindet. So kann man auch mit einer DOS-Bootdiskette auf die Startumgebung zugreifen.

Unsere Festplatte:

So werden die Daten geladen:

Systempartition NTLDR
BOOT.INI
NTDETECT.COM
BOOTSECT.DOS (Bootsektor für Dualbootumgebung für Win9x, DOS)
NTBOOTDD.SYS (erforderlich für den Start von einem SCSI-Gerät ohne eigenes BIOS)
Startpartition NTOSKRNL.EXE
HAL.DLL
u.a. (das komplette W2k-System)
beliebige Partitionen  

 

BOOT.INI:

arcpfad: multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(2)

multi - Controller (der erste ist 0, dann wird hochgezählt)

disk - wenn "multi" davorsteht, dann ist dieser Wert 0

rdisk - (die wievielte Platte am Controller, von 0 - X)

partition - (...auf der Platte von 1 bis X)

 

Bsp.:

scsi(0)disk(2)rdisk(0)partition(1)

scsi - Controller 0 - X

disk - Platte am Controller 0 - X

rdisk - Wenn "scsi", dann immer 0

partition - von 1 - X

 

Das Bsp. tritt nur in Kraft, wenn die SCSI-Karte kein BIOS hat.

Beim Controller durchzählen ist der Onboardcontroller immer 0...

Wenn eine primäre Partition hinzugefügt wird, dann werden die logischen Laufwerke dahintergeschoben. Bei NT4 konnte daraufhin die NTOSKRNL.EXE nicht mehr gefunden werden, weil die BOOT.INI nicht angepasst wurde. Lösung: der Eintrag in der BOOT.INI muss ...partition (3)... o.ä. lauten. Windows 2000 passt die BOOT.INI automatisch an.

 

 

BOOT.INI reparieren:

Ist die BOOT.INI auf der Platte defekt oder verweist auf einePartition ohne Betriebssystem, kann man sie reparieren, indem man eine Diskette unter W2k formatiert und folgende Dateien raufkopiert: NTLDR, NTDETECT, BOOT.INI mit vielen Einträgen, die alle Bootoptionen abdecken (max. 10). Ist die Bootpartition FAT16-formatiert, kann man auch eine Diskette mit ATTRIB und EDIT belegen. Oder den Reparaturmodus von der CD wählen. Eine Notfalldiskette, die man über das Backupprogramm oder mit dem Befehl "ntbackup" erstellen kann, ist nicht bootfähig und verweist auf die Dateien im Wiederherstellungsverzeichnis.

Hat man die Wiederherstellungskonsole aus W2k mit dem Befehl winnt32 /cmdcons von der Installations-CD ins Bootmenü fest integriert, stehen einem mit deren Aufruf folgende Befehle zur Verfügung:

Nav.-befehle/Dateisystem
dir Anzeigen des Verzeichnisinhaltes
cd In das Verzeichnis wechseln
attrib Attribute von Dateien ändern
ren Umbenennen von Dateien
md Erstellen eines Verzeichnisses
rd Löschen eines Verzeichnisses
copy Kopieren von Dateien (ausser auf Wechseldatenträger)
type Anzeigen des Inhalts von Dateien

Festplattenverwaltung

diskpart Partitionierungstool
fixmbr MBR neu schreiben
fixboot Bootsektor neu schreiben
chkdsk Festplatten checken
map logische Laufwerke anzeigen
format Formatieren (ausser von Wechselmedien)

Gerätetreiber und Dienste

listsvc Dienste anzeigen
enable Dienste starten
disable Dienste beenden
Als wichtigsten Befehl gibts help.

Das W2k-Startmenü sieht nach Drücken der Taste F8 folgendermassen aus:

Abgesicherter Modus nur notwendige (generische) Treiber; automatische Protokollierung, VGA
Abgesicherter Modus mit Netzwerktreibern generisch bis auf Netzwerktreiber
Abgesicherter Modus mit Eingabeaufforderung generisch ohne GUI

Startprotokollierung aktivieren

Normaler Modus
VGA-Modus aktivieren generische Grafiktreiber
Letzte als funktionierend bekannte Konfiguration LKG (last known good) in der registry gespeichert (HKey_Local_Maschine)
wird festgelegt, wenn der PC erfolgreich gestartet wurde (Treiber)
Verzeichnisdienstwiederherstellung (Windows 2000-Domänencontroller) siehe ADS

Debugmodus

 
Normal starten  
Zum Betriebssystemauswahlmenü zurückkehren  

Systemkonfiguration, Hardware, Treiber

Rechte Maustaste (RM) auf den Arbeitsplatz oder

Systemsteuerung \ System

Dort öffnet sich ein Fenster mit mehreren Karteireitern: Allgemein, Netzwerkidentifikation, Hardware, Benutzerprofile und Erweitert. Auf Allgemein befinden sich erste Informationen zum System und zum Betriebssystem. Hier finden wir auch die Version des installierten Servicepacks. Unter Netzweridentifikation ist der Rechnername, evtl. das DNS-Suffix und der Arbeitsgruppenname enthalten, den man dort auch ändern kann. Bei Hardware findet man den Hardwareassistenten, zum Installieren von neuer Hardware, die nicht automatisch erkannt wird, die Treibersignierung, in der man entscheiden kann, wie mit nicht von Microsoft geprüften Treibern verfahren werden soll, der Gerätemanager, der uns alle Geräte und deren Ressourcen auflistet und die Hardwareprofile. Wofür die da sind, wird noch erklärt. Unter den Benutzerprofilen sieht man die schon mal angemeldeten Benutzer und deren Speicherplatzgrösse. Zudem ist der Profiltyp dort einsehbar. Unter Erweitert hat man die Einstellung über den virtuellen Arbeitsspeicher und dessen Nutzen (Systemleistungsoptionen), die Umgebungsvariablen und unter Starten und Wiederherstellen die BOOT.INI-Einträge. Weiterhin ist das Verhalten bei schweren Systemfehlern dort dokumentiert.

BOOT.INI - Einträge:

 

Debuginfos: - keine

- minimal (winnt)

- Kernel (winnt)

- Speicher (winnt)

Die Auslagerungsdatei auf der Startpartition sollte grösser sein als der physikalischer Speicher des Systems.

 

Umgebungsvariablen:

z.B.: %Temp% = Winnt\temp

Man kann Variablen auf mehrere Weisen deklarieren:

1. config.sys (set Befehl)

2. Systemvariablen

3. Benutzervariablen

11.10.2001

Erweitert:

Systemleistungsoptionen

- mehr Prozessorzeit für aktuelle Anwendungen

oder

- Anwendungen und Hintergrunddienste haben die gleichen Prioritäten

 

 

Die Auslagerungsdatei (pagefile.sys) liegt normalerweise auf der Startpartition (in unserem Fall LW. D). Ich habe sie aus Performancegründen auf LW.C verschoben. Die Standartgrösse entspricht dem 1,5fachen des phys. RAMs. Eine Seite entspricht 4.096 Bytes. Das Verwaltungsprogramm ist der VMM.

Ort und Grösse der Auslagerungsdatei kann festgelegt werden.

Zur Performance kann man: - eine eigene Festplatte dafür einrichten (auf dem sekundären IDE-Kanal)
- sie auf mehrere Festplatten verteilen (Wechselseitiger Zugriff von W2k auf die Platten und damit besserer Nutzen des Plattencaches)
- Anfangsgrösse gleich Ausgangsgrösse (bei W9x-Systemen weit verbreitet)

Hardware

Um Hardware zu installieren, sollte man den PC herunterfahren, ihn auschalten, den Netzteilstecker entfernen und nach Einbauen der Hardware dann neu starten. Einige Server bieten stattdessen HOT SWAP als Hardwarefeature.

Die  Treiberinstallation läuft bevorzugt über die Plug&Play-Hardwareerkennung und -Treiberinstallation.

Für Nicht-Plug'n'Play kompatible Hardware startet man den Hardwareassistent, der das Gerät im allgemeinen dann erkennt. Falls nötig sollte man die Eigenschaften und Ressourcen nachträglich konfigurieren (Systemsteuerung, Gerätemanager oder spez. Konf.-programm)

Ressourcenanzeige:

Ein paar IRQ's:

2 - wird auf IRQ9 kaskadiert

3 - COM2, COM4

5 - Sound, Netzwerkkarte, LPT1

7 - LPT1

9 - frei

Für die Treiberinstallation und -Einrichtung sollte man folgendes beachten: Im Standardfall dürfen nur Admins Treiber laden, installieren oder deinstallieren. Sie dürfen auch direkt in die Registry und den Windows-Systemordner hineinschreiben und Änderungen vornehmen. Nur das System kann sie behindern.

Die Treibersignierung kann man dazu benutzen, dem System unsignierte, d.h. von Microsoft ungeprüfte Treiber vorzuenthalten oder ohne Warnung einbinden zu lassen:

Hilfe bietet der Befehl "sigverif". Damit kann man nach unsignierten Dateien suchen lassen.

Als nächstes gibt es Hardwareprofile. Sinnvoll sind sie, wenn der PC für unterschiedliche Einsatzgebiete gedacht ist, man einen Laptop mit Dockingstation besitzt oder derselbe PC für unterschiedliche Benutzer mit Netz- oder Modemzugang eingerichtet werden soll. Es kann nur das aktuelle Hardwareprofil kann bearbeitet werden, aber das Löschen von Hardware betrifft alle Profile.

 

Es gibt auch spezielle Hardware. Hier ein paar Anmerkungen dazu:

- USB: - Stromgrenzen beachten (USB-Geräte werden meistens über die Zuleitung versorgt)
- USB evtl. im BIOS aktivieren
- USB Root im Gerätemanager
- USB-Controller braucht Treiber
 
- SCSI/RAID bootfähig: - bei der Installation mit F6 den Treiber mit einbinden; Z für zusätzliche Geräte und dann Diskette angeben
 
- mehrere Prozessoren (SMP - symmetric multiprocessing): - Prozessor nachrüsten ( ungeklärt, ob das einfach so funktioniert... )
 
- Anzeige (multi): - Einsatz im CAD/DTP/Präsentations-Bereich
 
- Grafikkarten: - HCL
- PCI und AGP-Karten möglich
- max. 10 Grafikkarten im System möglich
- Onboard + Steckkarte (bedingtzu empfehlen, bei Erstinstallation wird die Onboard deaktiviert, wenn eine weitere Karte im System steckt!)
- ist aufgeteilt in prim. und sek. Anzeigen
 
- Anschlüsse: - COM (seriell)
- LPT (parallel)

 

Zur Erkennung von älteren Geräten sollte man das Häkchen setzen, danach wieder deaktivieren...

 

Zur Konfiguration der Desktopumgebung gehören folgende Dinge:

- Ländereinstellung (Systemsteuerung)

 
- Sprache (lokal angepasst) - System (welche Sprachgruppen sind generell verfügbar)
- Benutzer (was ist für den Benutzer verfügbar)
- Eingabe - Tastaturlayout (lokal angepasst)
- Anzeige: - Hintergründe
- Farbschema
- Bildschirmschoner
- Textgrössen
- Energieverwaltung
- Auflösung, Frequenz, Farben (in Bit: 8, 16, 32, u.a.)
- Eingabehilfen: - Lupe
- Tastatur - Bedienung mit der Maus
- Einrastfunktion - Tastendruck nacheinander statt gleichzeitig
- Tastaturmaus
- Anzeige - grosser Kontrast
- Windowssounds grafisch darstellen
- Sprachausgabe von Text
- Software: - Installierte Programme (ändern, entfernen)
- neue Programme hinzufügen (Programm von Inst.-medium)
- Windows-Update (Internet)
- Windows-Komponenten
- Internetoptionen: - Startseite
- Temporäre Internetdateien
- Verlauf
- Sicherheit

- geplante Tasks (später)