9.10.2001

W2k-Professional

Installation:

Zur Installation von W2k ist es wichtig zu wissen, ob die Hardware des Rechners in der von Microsoft angegebenen HCL (Hardware Compatibility List) eingetragen ist. Eine befindet sich auf jeder Installations-CD. Da diese produktionsbedingt nicht immer die Aktuellste ist, sollte man sich auf der Website von Microsoft umschauen. Als nächstes sind die Minimalanforderungen zu klären. Dazu später mehr... Unsere Schulungsrechner besitzt unter anderem eine 10 GB Festplatte, die wir wie folgt aufteilen:

1. Eine 500 MB grosse FAT-Partition
2. Eine 2 GB grosse NTFS-Partition für W2k
3. Eine 4 GB grosse NTFS-Partition für die Daten

Ich habe den Rest der Platte für eventuelle Erweiterungen frei gelassen... Die Installationen ziehen wir uns von der CD. Es gibt auch andere Möglichkeiten, das wird aber später noch erläutert...

Als nächstes spielen wir das Servicepack ein. Wenn man das im nachhinein noch auf andere PC's installieren möchte, lohnt es sich, die Installationsdateien (\i386)auf einem Laufwerk zu speichern und das Servicepack in diesem Verzeichnis mit dem Befehl update /s auszuführen. So wird das System schon vor der Installation aktualisiert. Das nennt man Slipstream-Installation.

Hier die Systemanforderungen der MS-Betriebssysteme:

Betriebssystem Professional Server AdvancedServer Datacenter Server
Prozessor 133-166 MHz 166 MHz 166 MHz  
max. Pro.-Anzahl 2 4 8 16
HDD 650 MB 2 GB 2 GB 2 GB
mind. RAM - max. RAM 32/64 - 4000 MB 64/128 - 4000 64/128 - 8000 MHz 64 - ? MB
Dienste
File
Print
Web
Prof-Dienste
Netzwerkdienste
IIS
RAS+Routing
ADS
Server-Dienste
Clustering
LoadBalancing
Ad.Serverdienste
Datenbankoptimiert

Jetzt zu den Dateisystemen:

Es gibt 3 hauptsächliche Dateisysteme in der Microsoft-Welt: FAT, FAT32 und NTFS. NTFS ist nochmal unterteilt in NTFS-Version 4 und Version 5. Version 4 wird von WinNT 4.0 benutzt. Instaliert man W2k neben ein WinNT 4-System, muss NT4 mindestens das Servicepack 4 eingespielt bekommen, erst dann kann das NT4 nachträglich aus dem Bootmenü gestartet werden. Unbemerkt für den Benutzer arbeitet W2k während der Installation an den Dateisystemen, so dass diese von NT4 nicht mehr lesbar wären. NTFS bietet zweifellos eine höhere Sicherheit auf Dateisystemebene und arbeitet dabei fast völlig transparent für den Benutzer. Man kann Daten überwachen, komprimieren, verschlüsseln und Kontingente einrichten. Hauptsächlich ist das FAT-System fast nur noch zur Abwärtskompatibilität im Einsatz.

Installiert man W2k-Server, wird man ziemlich schnell nach der Anzahl und Art der Lizenzen gefragt. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als die Anzahl der gleichzeitigen Zugriffe auf einen Server. Begrenzt werden diese Zugriffe mit der CAL (Client Access Licence). Dazu kommt später noch mehr...

Die einzigen Dienste, wo der User keine Lizenzen benötigen, sind Telnet-, Web- und FTP-Zugriffe.

Weiterhin bei der Einrichtung kann man Arbeitsgruppen oder Domänen einrichten. In einer Arbeitsgruppe hat jeder PC seine eigene SAM-Datenbank, d.h. jeder Benutzer, der von einem andern PC aus zugreifen will, muss lokal und am Remote-PC angemeldet sein, sei es auch nur der Gast-Benutzer. Ausserdem ist eine Arbeitsgruppe mit maximal 10 PC's möglich. In einer Domäne mit ActiveDirectory hat man einen Domänencontroller, der eine globale SAM (Security Account Manager) verwaltet und damit auch alle User. Wenn man in einer Domäne sein System installiert, muss das Konto dem Controller schon bekannt sein. Wenn nicht, wird es erstellt, wenn der User Admin-Rechte auf dem Controller besitzt.

Microsoft empfiehlt folgendes zum Thema Upgrade:

Von Zwischenschritt Ziel Sinn
Win9x nicht notwendig W2k Prof. bedingt sinnvoll
WinNT 3.51/4.0 nicht notwendig W2k Prof. identische Registrierung, ähnliche Anwendungen und Geräteunterstützung
Win 3.11 WinNT 4.0 W2k Prof. k.A.

Das Upgrade von Win 3.11 wird so gut wie nie vorkommen, da zum grössten Teil die Hardware zu alt sein wird... Um sicher zu gehen, kann man aus dem Installationsverzeichnis folgenden Befehl aufrufen: winnt32 /checkupgradeonly. Damit kann man eine Textdatei erstellen lassen, in der die Hardware geprüft wurde. Mit winnt32 /checkupgradeonlyq wartet das Fenster nicht mehr auf eine Bestätigung, sondern schliesst sich sofort. Der zweite Befehl ist chkupgrd. Mit diesem Befehl wird die Software des laufenden Systems "gecheckt".

Man kann W2k mit zwei Befehlen installieren: winnt oder winnt32. Winnt benutzt man, wenn man ein laufendes DOS-System mit dem Installationsverzeichnis, mit gestarteten CD-ROM-Treibern oder mit einem benutzerfähigen LAN-Zugang hat. Winnt32 benutzt man, wenn man von einem Win9x oder WinNT-System startet.

W2k benutzt hauptsächlich den Verzeichnisdienst (DS) zum Durchsuchen und Anfordern von LAN-Ressourcen. Dazu ist es notwendig, das ein evtl. zum LAN gehörender Win9x-Client den DS-Client installiert bekommt. Er kann dann beispielsweise nach Druckern suchen, Distributionsfreigaben (DFS) benutzen und Kennwörter auf Domänencontrollern anfordern. Dazu gibts in der W2k-Installations-CD im Ordner \ Clients \ Win9x \ die Datei dsclient.exe

Will man ein älteres Windows-System upgraden, sollte man zusätzlich noch folgende Punkte beachten:

1. Fehler des alten Systems beheben
2. Sichern der Daten und der Registrierung (Rollbackmöglichkeit)
3. Aktualisieren der Notfalldiskette (gehört zur Rollbackmöglichkeit)
4. Entfernen von Virenscannern (evtl. auch Firewall)
5. Abklemmen der USV
6. Reservieren der IRQ's für Nicht-Plug'n'Play-fähige Geräte.