19.04.2002


Man kann problemlos mit SQL 2000 auf eine 6.5er SQL-Version aufsetzen. Tatsächlich migriert SQL 2000 DB's älterer Versionen.

Es gibt folgende Dinste in SQL 2000, welche als Serverkomponenten bezeichnet werden:
Alle Dienste lassen sich beliebig einzeln anhalten oder ausführen. Der Dienste-Manager ist das grafische Tool, welches alle Dienste zusammenfasst.
Es gibt aber noch den Enterprise-Manager, welcher sich als eine MMC darstellt. Damit lassen sich zusätzlich mehrere SQL-Server zu einer Gruppe zusammenfassen. Dieser ist der sog. grosse Bruder des Dienste-Managers. Die Verbindung zu anderen Servern läuft über Pipes. Das heisst, die Verbindung setzt auf TCP/IP auf und bleibt bestehen, ist also nicht dynamisch. Das sichert die Geschwindigkeit der Verbindung.
Mit dem Query-Analyzer kann man sich mit anderen Servern zu verbinden. Dieser verlangt eine Authentifizierung. Wahlweise ist auch die Windows-Authentifizierung möglich.

Dort lassen sich dann Abfragen starten. Dringendst sollte man seine Abfragen kommentieren. Das erfolgt wie in PHP auch mit /* Kommentar */.
Der Profiler überwacht und erfasst Schachtelprozeduren in Abfragen und anderes. ER ist eine Art Debugger. Später mehr dazu.
 
Noch ein Hinweis zur Replikation:
Man kann nur Daten replizieren, die eine gleiche Sortierung verwenden. Sind in deutschen Datensätzen Umlaute enthalten, welche nach Amerika portiert werden soll, sollte man nicht einfach replizieren, sondern den DTC bemühen und die Übersetzung automatisieren.
 
Man sollte bei der Installation für den SQL-Server ein eigenes Konto einrichten, das ist sinnvoll, da das Konto spezielle Rechte benötigt, die keine Person braucht.
 
Es gibt aber noch Tools, die aus DOS-Zeiten kommen:
 

OSQL ein Abfrage-Programm, welches früher ISQL hiess, und eine Klartextübertragung des Passwortes zuliess.
SCM Service Control Manager, ähnlich dem Dienstmanager
SQLDIAG Diagnoseprogramm, ähnlich dem Profiler
BCP ein Massenkopierprogramm, welches nicht zeilenweise kopiert, sondern tabellen- oder datenbankweise. Allerdings muss die Struktur vorher vorhanden sein. Es gibt keinerlei Protokolle, wie normalerweise Transaktionsprotokolle, und die Übertragung ist unverschlüsselt
DTSRUN führt Pakete/Skripte aus, die von DTS erstellt wurden. Der DTS kann Skripte erstellen, welches Daten vergleicht, umsetzt, kopiert, errechnet, etc.
SQLMAINT ein Wartungsmanager

Netzwerkbibliotheken

Shared Memory zwei Instanzen, die auf einem System Daten austauschen; eine schreibt rein, die andere liest aus
Named Pipes für den Austausch zwischen zwei Systemen mit ihren Instanzen (Pipes sind Austauschwege zwischen Prozessen)
TCP/IP-Sockets Verbindung zwischen zwei Systemen basierend auf TCP/IP

Standardmässig wird bei der MS-SQL-Installation ein Konto namens SA ohne Passwort eingerichtet, welches volle Zugriffsrechte hat. Somit kann man sich, sofern der SQL-Server im gemischten Modus läuft, ohne Probleme an einem SQL-Server von den Clienttools aus anmelden. Im einheitlichen Modus des SQL-Servers, welcher sich problemlos wechseln lässt, akzeptiert dieser nur die Windows-interne Authentifizierung.